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Die alten Chroniken oder Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich von den ältesten Zeiten bis 1820 / neu bearbeitet von Friedrich Vogel
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1552 wurden die mailändischen Dundesartikel erneuert,

1557 der Erbverein mit dem Hause Oesterreich .

1588 schloffen Zürich und Bern mit der Republik Venedig ein Bündniß,

1612 mit dem Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach , zur Beschirmung derevangelischen Religion, auf 12 Zahre. Die Chronikschreiber erzählen ausführlich, welche großeFeierlichkeit den 3. Herbstmonat dieses ZahreS bei Beschwörung des Bündnisses zu Zürich statt-datte, wie die Bürgerschaft in der Spitalermatte in Schlachtordnung aufgestellt war, von200 Reitern die badischen Gesandten abgeholt, Salve geschossen, am folgenden Morgen in derEroßmünsterkirche eine Predigt gehalten, sodann der Bund auf dem RathhauS beschworen,im Schneggen zu Mittag gespiesen, im Barfüßerkloster eine stattliche Mahlzeit gehalten und amfolgenden Sonntag eine große Fahrt auf den See veranstaltet worden rc.

1614 ließ sich Zürich endlich dazu bewegen, dem Bündniß der übrigen Orte mit Frank-reich beizutreten, jedoch mit dem Vorbehalt, daß sie nicht schuldig sein sollen, dem König widerihre Glaubensgenossen, die Hugenotten, Volk zu geben;

1663 wurde dieser Bund erneuert und von den eidgenössischen Gesandten zu Paris be-schworen.

1706 schloffen Zürich und Bern mit der Republik Venedig ein neues Defensivbündniß aufzwölf Zahre, welches am 12. Zenner vor Räth und Bürgern feierlich beschworen wurde.Nachher wurden aus 12 Stücken 3 Salven gegeben und von dem venetianischen Gesandtenjedem Mitglied von Räth und Bürgern ein Goldstück, 4 Thaler am Werth, geschenkt, daS aufder einen Seite daS Wappen von Venedig, auf der andern Seite dasjenige der Städte Zürich und Bern enthält. Auf dem Rüden wurde eine köstliche Mahlzeit gehalten, eben solche aufden Zünften, und am folgenden Tag der venetianische Gesandte in seinem Logis köstlich be-wirthet.

1777 trat Zürich einem neuen Bundesvertrag mit der Krone Frankreichs oder KönigLudwig XVI. bei ^ der am 25. August zu Solothurn feierlich beschworen wurde.

Nach Auflösung der alten Eidgenossenschaft, im Zahr 1798, wurde der Kanton Zürich einTheil der helvetischen Republik und nach Auflösung dieser letzter», im Zahr 1803, verband er sichLurch die Mediationsakte mit den 18 übrigen Ständen, nämlich: Bern, Luzern, Uri , Schwyz,Unterwalden, Glarus, Zug, Freidurg, Solothurn, Basel, Schaffhausen, Appenzell, St. Gallen ,Graubünden, Aargau, Thurgau, Tessin und Waadt . Als auch die Mediationsakte im Zahr1814 gewaltsam beseitigt wurde, kam wesentlich durch die Bemühungen von Zürich und durchVermittlung des Wiener-Kongresses im Zahr 1815 ein neuer Bundesvertrag zu Stande, demauch Wallis, Neuenburg und Genf beitraten, und der, trotz mannigfaltiger Anfechtungen,gegenwärtig noch besteht. Näheres über den Inhalt der verschiedenen Bundesakten findet manin Bluntschli's Staats- und Rechtsgeschichte des Kantons Zürich , oder in Snell's Handbuch desschweizerischen Staatsrechtes.)

Bünishofen.

Ein Weiler von 4 Häusern in der Gemeinde Meilen, zwischen da und Herrliberg , ganznahe am Roßbach gelegen. Hier stand im Mittelalter ein Edelsitz. Von den Edeln von Bünis-