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Die alten Chroniken oder Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich von den ältesten Zeiten bis 1820 / neu bearbeitet von Friedrich Vogel
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Pfäffikersee.

Derselbe ist eine halbe Stunde lang, 10 Minuten breit und etwas über 70 Fuß tief. Erist mit freundlichen Hügeln umgeben, für den Verkehr aber unbedeutend, weil der Einflußdesselben, so wie der Ausfluß nur ein kleines Flüßchen bildet. Der See ist reich an Karpfen,Hechten rc.

Pfalz

hieß man zur Zeit, als Zürich noch zurr deutschen Reich gehörte, dasjenige Gebäude, in welchemdie Kaiser, wenn sie in der Stadt sich mfhielten, ihr Absteigequartier hatten. Es war zugleichdas Lokal für den Fiskus und das besondere Gebäude des Hofes, worin die königlichen Natural-vorräthe aufbewahrt wurden. Zürich war der Sitz der Reichskammer vermuthlich für die ge-summten obern Reichslande, ganz gewiß für den Thurgau .

Psiasterbach

heißt ein Bach, der auf der Lägern unfern dem Städtchen Regensberg entspringt und von demein Theil zu dem Brunnen im Dorf Sünikon geleitet wird, der andere Theil aber unter demNamen Dällibach durch Nieder-Steinmauer, Riebt vorbei, bei Ober-Höri in die Glatt fließt.Bei der Quelle dieses Baches wurde im Anfang des 14ten oder löten Jahrhunderts eine Kapellezu Ehren Unserer Lieben Frauen erbaut, und 1501 vom Rath bewilligt, bei derselben einWirthshaus zu errichten zu Beherbergung der vielen Pilger, welche die Kapelle besuchten. Letzterekam nach der Reformation in Abgang, es blieb nichts mehr davon übrig als der Name, unddas Wirthschaftsrecht wurde 1630 nach Regensberg translocirt.

Pfrundhärrser,

siehe St. Jakob und Spanweid.

Pfungen.

Torf und Pfarrgemeinde, bis 17b8 zu der Landvogtei Kyburg gehörig.

Das Dorf Pfungen , welches nicht groß ist, indem es bloß etwa 25 Häuser zählt, liegtauf einer kleinen Anhöhe am linken Ufer der Töß, Neftenbach und Wart gegenüber und zweiStunden von Winterthur entfernt, am Rande und in der Vertiefung einer Schlucht, durchwelche ein Bach aus dem Rumstall der Töß zufließt. Daselbst stand im Mittelalter ein nam-haftes Schloß, das sehr alt sein soll; denn es wird erzählt, schon in der ersten Hälfte desachten Jahrhunderts habe sich der Herzog Gottfried oder Lutfried von Alemannien in demselbenaufgehalten und dort dem heiligen Pirminius eine Zuflucht gestattet, welcher mit vierzig seineraus Frankreich vertriebenen Elaubensbcüder etwa vierzig Jahre die dortige Gegend bewohntund viel Gutes gethan haben soll, die ihn nach dem Tode des Herzogs seine Söhne wegenzu ernster Ermahnungen, die er ihnen gab, vertrieben. Noch jetzt führt ein Brunnen in derNähe der Töß von ihm den Namen. Von dem Ende des eilften Jahrhunderts an war dasSchloß Pfungen der Sitz einer adelichen Familie, die sich von demselben den Namengab. Sie besaß das Bürgerrecht zu Zürich , mehrere Glieder derselben waren des Raths

Chronik der Denkwürdigkeiten. 66