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und Ritter, z. D. Peter 1111, Heinrich noch 1318. Die benachbarten Herren von Wartbrachten die Gerichte und Herrlichkeit über das Dorf an sich, wie, ist nicht bekannt. Sie warenim Besitz davon, bis 1308 Rudolf von Wart durch seine Gegenwart bei der Ermordung desKönigs Albrecht Leben und Gut verwirkte und die Herrschaft Pfungen als nunmehriges öster-reichisches Lehen dem Grafen Konrad von Fürstenberg zur Belohnung für die bei der Blutrachegeleisteten Dienste zugetheilt wurde. Dieser überliest sie 1346 dem Edeln Otto von Wellenberg,von dem man erzählt, daß er in dortiger Gegend einen Bären erlegt habe, indem er ihm beideTatzen abhieb. Später kam die Herrschaft an die Freiherren von Hasle und von den letztendieses Stammes durch Erbschaft an die von Erülich, welche sie 1430 an Hans Lee, seßhaftzu Eglisau , verkauften. 1454 kam das Schloß durch Verkauf wieder an das Geschlecht vonWellenberg, 1526 an Hans Steiner von Zug, dessen Vater sich zur Zeit der Reformation nachZürich begab und dessen Nachkommen die Burg über hundert Zahre besaßen, bis sie dieselbe1629 nebst dem Zehnten und Kirchensatz an die Stadt Winterthur für 27,800 Pfund verkauften.Mehrere Nachkommen von Steiner blieben im Dorfe, bauten sich Häuser und wurden Bauern.Ueber das Schloß und die damit verbundenen Güter wurde ein Verwalter gefetzt, und vomRath der Stadt erlaubt, daß jeder Bürger von Winterthur, den sein Weg nach Pfungen führe, sich im Schloß durch einen Trunk erquicken lassen dürfe. Der Ort wurde daher amSonntag von Spazierenden und zur Zeit der Zurzachermesse von den dahin Reisenden sehrhäufig besucht, die Gabe des Weines aber 1714, 1736 und 1741 beschränkt und 1798 auf-gehoben. Das Schloß ist seit dieser Zeit stark in Verfall gerathen. — Die Gemeinde, die ziemlichverarmt war, fing in den Zähren 1771 bis 1774 an, sich emporzuarbeiten und zwar durchAnbau von Land an der Töß, Sammlung eines Fruchtvorrathes während der damaligen Theu-rung und Erhebung der Schule zu einer Freischule, so daß einheimische und fremde Kinderkeinen Schullohn bezahlen müssen. — Zn dem Kriegsjahr 1799 litt die Gemeinde Pfungen sehr,namentlich im Mai bei dem Vorrücken der Oesterreicher und dem Rückzug der Franzosen . Da-mals fand zwischen Pfungen und Neftenbach ein Gefecht statt. Die Feldfrüchte wurden verheert,es schlugen in zwei Häusern zu Pfungen Kanonenkugeln ein, ohne jedoch jemand zu verletzen.Bei der Retirade der Russen Ende September passirten einzelne Flüchtlinge der letztern durchdie Gemeinde.
Die Pfarrgemeinde Pfungen ist nicht weitläufig, denn es gehören zu derselben außer-dem Dorf Pfungen nur einige Weiler und Höfe, als : Berghof, Bruni, Guggechrüti, Neu-hauö, Rumftall, Stübenwies und von Wurmetshalden ein Haus. Diese Orte bilden zusammennur eine Schule. Die Pfarrgemeinde, welche zu dem Winterthurer -Kapitel gehörte, zählteam Ende des vorigen Zahrhunderts 343 Seelen. — Die Kollatur oder der Kirchensatz derPfarrei, die 1346 gestiftet wurde, war zuerst in den Händen der Familie von Wart und kamalsdann an alle obbenannten Personen, welche auch das Schloß und die Gerichtsherrlichkeit be-saßen, zuletzt also, 1629, an die Stadt Winterthur , und die Pfarrer wurden seit dieser Zeit von demRath und Stadtrath dieser Stadt gewählt und es waren auch mit wenigen Ausnahmen Bürgervon Winterthur . Die ersten reformirten Pfarrer waren: 1523 erwählt, Johannes Müller,1549 Johannes Herter. — Die Kirche, vermuthlich an der Stelle einer frühern Kapelle stehend,