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Vorlegeblatte X, Figur 3 enthalten. Indeß wurde die spitzige Nasenendigung in den folgenden Stylperiodenmit Recht verlassen: denn da die Nasenspitzen, je weiter sie vorstehen, sich desto zierlicher ausnehmen, diesesaber bei der spitzigen Nasenendigung (Figur 4) nicht möglich, weil eine so feine Ausarbeitung in Stein nichtausführbar, oder doch zu wenig haltbar ist, so blieb nur der Ausweg übrig, die Endigung der Nasen stumpferausgehen zu lassen, wovon die Figuren 3, 5 oder ud 10, 6, 7, und 8 vier verschiedene Arten enthalten. —
6 . Die nämliche Construction, wie in Figur 4, ist der Figur 6 zu Grunde gelegt, nur daß hier noch außerdemdurch die Berührungspunkte der beiden in einander gestellten Vierecke ein Kreis gezogen wird, welcher dieDiagonallinien in Imno durchkreuzt, und daß die Distanz in p*), und pK in ^ in gleiche Halsten ge-theilt wird, woraus die mit ^ bezeichneten Punkte als jene hervorgehen, aus welchen die Nasenbögen gezogen
7. werden. — Eben so wird in den Figuren 7 und 8 verfahren, wo die Punkte für die Bogenziehungen gleich-falls mit y bezeichnet sind. Was die Endigung der Nasen in den Figuren 6 und 7 betrifft, so ist in beidenmit der nämlichen Zirkelöffnung, mit welcher aus den Punkten y die Nasenbögen gezogen wurden, aus demMittelpunkte x ein Kreis gezogen, welcher die innersten Nasenbögen in den Punkten r berührt. Parallel mitder Richtung der Diagonallinien des größern Vierecks werden nun aus den verschiedenen, mit i bezeichnetenPunkten Linien gegen die in der nämlichen Richtung gegenüberstehende Punkte r gezogen, bis solche in denmit f bezeichneten Punkten zusammenstoßen, in Figur 7 aber sind die bei je einer Nase befindlichen, mit rbezeichneten zwei Punkte noch durch eine Linie mit einander verbunden. Der Unterschied beider Nasenendigungen
8. stellt sich in den beigefügten Durchschnitten der Figuren 6 und 7 noch deutlicher dar. — Die Endigung der Nasenin Figur 8 ist gleichfalls durch den aus x mit dem nämlichen Maaße (wie in den Figuren 6 und 7) gezogenenKreis bestimmt, nur daß hier aus den mit r r bezeichneten, mit einer Linie verbundenen, Berührungspunktendes Kreises und der Nasenlinien die Spitze statt gegen den Mittelpunkt des Kreises x, vielmehr rückwärts
s. nach den mit k bezeichneten Punkten getragen ist. — Was die Construction der Nasen der Figur 5 betrifft,so beruht dieselbe auf der nämlichen Regel, welche schon in Figur nd 12 des Vorlegeblatts in gezeigts.,5. wurde. - Der Nasendurchschnitt in der Figur ud 5 ist auf die nämliche Art, welche in Figur 2 gezeigt wurde,nach den Distanzen der Linie fa genommen, welche im Aufrisse (Figur 5) wie im Durchschnitte (Figur nd 5)mit den nämlichen Buchstaben kedeka bezeichnet sind. Die Nasendurchschnitte der Figuren 4, 6, 7 und 8sind durch die Linien, welche von den Punkten der Durchschnitte zu jenen der Aufrisse gezogen sind, ziemlich leichtzu verstehen, und es wird hier nur noch, was schon vorher bei'm Durchschnitte Figur ud 2 erwähnt wurde,wiederholt, daß nämlich die Liefe dieser Durchschnitte nach der Liefe des Grundrisses der Figur 1 genommen wird.
3. Nasenconstruction innerhalb eines gleichseitigen Dreiecks.
urch die Berührungspunkte zweier über Eck in einander gestellter Dreiecke wird ein Kreis, und aus
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(W > den drei Winkeln des äußern Dreiecks werden Linien in die Winkel des innern Dreiecks gezogen, sodaß diese Linien mit dem Kreis sich in n, und mit den Linien des inneren Dreiecks in b kreuzen.Theile die Distanz von u bis binein gleiche Theile, so ist 6 der Punkt, aus welchem spitze Nasen gezogenwerden. Theile ferner die Distanz ue in d, und die Distanz d 6 in 6 in gleiche Hälften, so ist e der Punkt,aus welchem stumpfe Nasen gezogen werden. Auf ähnliche Weise wird verfahren, wenn Nasen innerhalb einesungleichseitigen Dreiecks conftruirt werden sollen. In diesem Falle wird aus dem ersten gefundenen Conftruc-tionspunkte ein zweites inneres, ungleichseitiges Dreieck, von der nämlichen Gestalt wie das äußere, zur Auffin-dung der beiden andern Constructionspunkte errichtet.
4. Aufrißconstrucrion einer Maaßwerkverzierung für viereckige Felder.
icht selten kommt die Hauptform der in Figur 10 dargestellten Maaßwerkverzierung in alten Werkenvor. Deren Construction beruht lediglich auf dem Maaße der Einheit des Quadrats, indem der Zirkel^^^in ein Eck des Feldes, z. B. in u eingesetzt, bis an das nächste Eck,z.B. d, geöffnet, und aus diesemEck die Bogenlinie in der Richtung gegen das Eck d gezogen, eben so aber in den übrigen Ecken verfahrenwird. Man markirt zuerst in jedem Eck das Maaß der (hier aus Plättchen und Hohlkehle bestehenden) mit6 und f bezeichneten Profilirung. Setze sodann den Zirkel in das Eck u und ziehe aus 6 und f im Eck bKreislinien gegen das Eck d; ziehe ferner mit Einsetzung des Zirkels im Eck d aus 6 und k im Eck 6 Kreis-linien gegen das Eck u, dann mit Einsetzung des Zirkels im Eck e aus 6 und L im Eck d Kreislinien gegen dasEck l), und mit Einsetzung des Zirkels im Eck d endlich aus 6 und f im Eck n Kreislinien gegen das Eck v.
*) Bei der Lithographie der Figur 6 wurde übersehen, die mit p bezeichnete Stelle mit einem Striche eben so zu markiren, wie es auf der Linie cz,» geschehen ist.