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Sockelhöhe des Dienstes maaßgebend. Die Aufrißdistanzen fK-, dann !:i, so wie K'k des Dienstes sind unter einan-der gleich, und die Distanz K1 ist nach der Grundrißdistanz K6 genommen, welche nämlich die Breite der kleinenHohlkehlen des Dienst-Sockels enthalt. Die Construction der Dienste ist in dieser Figur so bewerkstelligt, daßman in die Spitze des zum Biereck verlängerten, innersten Achtecks, oder in das Dreieck 61 m aus dem, mit fbezeichneten, Centrum der Distanz 1 m einen Halbkreis in der Art beschreibt, daß er die Seiten 6 1 und 1 »iberührt, worauf das Maaß für den Dienst-Sockel nach einer Seite des innersten Achtecks genommen, und indemselben die kleinen Hohlkehlen (vier nach dem Bier-und Achteck) angebracht werden. Gewöhnlich sind dieDienste von viel geringerem Umfange. So würde z. B. ihre Gestalt schlanker geworden sein, wenn man sienach dem im Grundriß a6 24 enthaltenen Kreise ne d, oder noch zierlicher, wenn man sie nach einem, eben-daselbst in das Dreieck nncrn mit Berührung dessen Linien um und nn zu setzenden, Kreise in der Artnormirt hätte, daß diese etwas kleineren Kreise im Grundriß u6 25 in das Dreieck 61m gleichfalls mitBerührung der Linien 61 und 6 m wären eingesetzt worden, wodurch deren Mittelpunkte außerhalb der LinieI m gefallen wären. Das eigentliche Normalmaaß für die Dienste aus der, nach der Größe des Gebäudes sichrichtenden, Quadratur ist im Borlegeblatte xm. 8, Figur b n6 2, nach der erwähnten, alten Steinmetzregel26 . gegeben, wo es näher erklärt werden wird. — In Figur 26 ist der Schaft mit vier (halben) achteckigen Dienstenversehen, aus deren zwei (den eigentlichen Gewölbediensten) die Gewölberippen herauswachsen, während die»6 26 . beiden andern die Scheidebögen stützen. Die Aufrißdistanz von b bis n oder bis zum Schlüsse der Dienst-Sockel ist aus der Grundrißdiftanz n6, d. i. aus der Diagonale des Quadrats ade 6 (aus welchem das äußereAchteck gebildet) genommen. Die Schaft-Sockelhöhe ed ist durch die Grundrißdistanz d 6 bestimmt, und dieAufrißdistanz n e, welche der Grundrißdistanz K 1i entspricht, von 4> nach 6 getragen, wo sie den unterster:Sockeltheil bildet. Die Höhe e L des Sockelsimses ist aus dessen Tiefe ik im Grundrisse, so wie die Waster-schlag-Höhe 6^ des untersten Sockeltheils aus dessen Tiefe 6 k im Grundrisse entnommen. Die Sockeltiefe1 k aber ist eben so, wie die Tiefe des Sockels in Figur n6 25 , bestimmt. An den zwei inneren Seiten derScheidebögen ist aus der Fläche eine Hohlkehle mit Belastung eines schmalen Plättchens links und rechtsherausgebildet, welche in die glatte lothrechte Seite verlauft, jedoch (was gleichfalls vorkommt) auch bis auf denSockel heruntergeführt sein könnte, und alsdann die im innern (schraffirten) Theile des Grundrisses ange-zeigte Gestalt hätte. Diese Gestaltung wrwde dem Schafte ein weit schlankeres Ansehen verleihen, und wäreauch unbeschadet seiner Stärke ausführbar, da, was am Leib des Schaftes durch die Hohlkehlen verloren gienge,durch die Dienste auf vier Seiten wieder ersetzt wäre. Uebrigens leuchtet von selbst ein, auf wie unendlich ver-schiedene Arten sich die Gestaltungen der Schäfte vervielfältigen lassen. Wie schon oben erwähnt wurde, werdendie Scheidebögen aus der ganzen Schaftstärke gebildet, daher die in den Grundrissen u6 24 , u6 25 undn6 26 mit uv w x bezeichneten Theile der Scheidebögen oberhalb des Gewölbes als Mauer fortgesetzt werdenmüssen, da diese die Balken des Dachftuhls trägt, welche letztere das Gewölbe gar nicht berühren dürfen. —Der achteckigen folgt sechstens die:
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unde Schaftordnung, welche, wie in der allerfrühesten gothischen Entwicklungsperiode, so auch inspätern Perioden, und zwar seit der Mitte des 14 . bis in den Anfang des 16 . Jahrhunderts vorkommt.Bei dieser Ordnung wachsen entweder die Gewölberippen aus dem glatten Schafte heraus (Figur 15 ),oder sie stehen auf einem Schaftgesimse auf, das entweder ein Laubgesims oder ein einfaches Gesims ist. In bei-den Fällen ist der Schaft kreisrund. Beispiele von Kirchen, welche kreisrunde Schäfte haben, sind der Chor derKirche von Weißenburg bei Nürnberg (1327 eingeweiht), St. Wendel bei Trier (1360 eingeweiht), die Frauen-kirche zu Nürnberg (1355 — 1361 ), der Chor der Pfarrkirche von Nördlingen (1447 eingeweiht), vor allemaber die Flügel des Ulmer Münsters, welche doppelte Reihen kreisrunder Schäfte enthalten (1502 — 1507 ).Die schon oben (bei den nicht kirchlichen Schäften) gemachte Bemerkung, daß der kreisrunde Schaft demCharakter der kirchlichen Architektur am wenigsten entspreche, und sich mithin bester für die nicht kirchlicheArchitektur eigne, dürfte gewissermaßen darin eine Bestätigung finden, daß Kirchen, in welchen runde Schäftevorkommen, auch im Aeußern zuweilen dem Charakter der nicht kirchlichen Architektur nahe kommen, wofürdie Liebfrauenkirche zu Nürnberg als Beispiel dienen kann, da sie einen nach Art eines reichen Wohnhausesverzierten Giebel hat (der nur mit einem kleinen Thürmchen gekrönt ist). Uebrigens kommt auch der rundeSchaft sehr häufig in nicht kirchlichen Gebäuden des Mittelalters vor, wovon die Hallen unter dem Römerin Frankfurt a. M. Beispiele sind. Die siebente und späteste ist die: