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Das Gebäude wurde am 4. Weinmonat 1836 aufgerichtet und am 6. Wintermonat 1837 ein-geweiht. Die Baukosten betrugen, ohne die Frohnarbcitcn und Fuhren, 7888 fl. Iltz-z ß., anwelche der Staat einen Beytrag von 812>/z st. gab.
Das Weitere, stehe Fencrsbrünste (1837).
Dieses Dorf, das in früherer Zeit zu der Grafschaft Baden gehörte und erst im I. 1803mit dem Canton Zürich vereinigt wurde, zählte im I. 1836 1025 Einwohner, davon ungefähr700 Katholiken. Die reformirtcn Bcwokncr bilden mit Ober- und Nicdcr-Urdorf, dendazu gehörigen Höfen und den Aarganischen Orten Sprcitcnbach (>/z), Killwangen , Hohlcn-straß, Gwindcn, Valtenschweil, Kitidhansen, Bernold, Cichholz, Schönenberg, Heiters-berg, Oberdorf und Ober-Langcnmoos eine Kirchgemeindc von zusammen etwa 1200 See-len. Der Hauptgottcsdienst wird in der Kirche zu Dietikon , im Sommer um halb9 Uhr, im Wintcr um halb 10 Uhr gehalten; für Dietikon ebendaselbst nm 12 Uhr dieKinderlehre, zu Urdorf um 2 Uhr. An 12 Sonntagen von Ostern bis zum Bättag hat derPfarrer auch in Sprcitenbach und zwar das eine Mal um 12 Uhr, das andere um2 Uhr solche zu basten; an diesen 12 Sonntagen wechselt dann die Kinderlehre zwischen Dieti-kon und Urdorf. An den h. Festen wird zu Urdorf und zu Dietikon Predigt und Communiongehalten und ebenso Nachmittags 2 Uhr in beyden Kirchen gepredigt. An Fest-Nachtagen undan Commnnions-Sonntagen wird ebenfalls wieder in beyden Kirchen Predigt und Communionund Nachmittags Kinderlehre gehalten. Am h. Donnerstag Nachmittag 2 Uhr findet in Dieti-kon öffentliche Confirmation und am Charfrcytag Morgens 9 Uhr eine Predigt Statt. —Die Pfarrgcbändc, die der Staat unterhält, befinden sich in Ober-Urdorf.
Die katholische Gemeinde umfaßt außer dem Dorf Dietikon die Aarganischen Orte Rudolf-stetten, Fricdlispcrg, Langcnmoos, Waldhof, Bollen, 2 /z von Spreitcnbach, die Hälfte vonOber-Schönenberg und einige Familien in der Gemeinde Berg , zusammen mit 1695 Seelen.Der Hauptgottesdienst wird in der Kirche zn Dietikon von einem Pfarrer besorgt und bestehtan Sonn- und Festtagen Vormittags in Predigt, Nachmittags in der Christenlehre, einige Tageausgenommen, wo nur Vesper gehalten wird. An den übrigen Wochentagen wird regelmäßigMesse gelesen. In den zwey Filialen Spreitcnbach und Rudolfstetten hat der Pfarrer denReligionsunterricht zn besorgen, wobey er und zwar an crsterm Ort von einem Vikar, derein Convcntual aus dem Kloster Wcttingen ist, am letzter» Ort von einem Capuzincr vonBremgarten unterstützt wird. Die Collatur der katholischen Pfründe ging im I. 1837 durchVertrag mit dem Kloster Wettingen von diesem an den Stand Zürich über, welcher nunmehrdas Pfarrbaus, das erst vor einigen Jahren auf Kosten des Klosters ganz neu aber nicht zweckmäßigerbaut worden ist und sehr viel, man kann sagen überflüssigen Raum enthält, zn unterhalten hat.Der StandAargau leistet sowohl an die Besoldung des reformirtcn als an diejenige des katholischenPfarrers einen vcrhältnißmäßigcn Beytrag; das Kloster Rhcinau hat laut Gesetz vom 22. März1836 an die Besoldung des katholischen Pfarrers jährlich 400 fl. beyzutragen. Gegenwärtigbefindet sich ein Geistlicher aus diesem Kloster als Pfarrverwcser in Dietikon .