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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich / von Friedrich Vogel
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Im I. 1830 erbaute die Kirchgemeinde außerhalb dem Dorf, südlich von demselben, miteinem Kostenaufwand von 3000 fl. (Fuhrwerk und Handarbeiten der Bürger, die wie bey demFährhaus unentgeldlich geleistet wurden, nicht gerechnet,) ein Armenhaus, in welchem eine An-zahl arme Personen, die unter der Aufsicht eines Verwalters standen, Wohnung und Pflegegenossen, das indeß vier Jahre später, nach Errichtung der Bezirks-Armenanstalt in Eappel,überflüssig und deßnahcn seither vermicthet wurde.

Die Pfrundgüter zu Ottenbach , bestehend in circa 41/2 Juch. Mattland und 1 Vrlg. Baum-garten, wurden nebst der Scheune, Trotte und Gerechtigkeit im Jahr 1833 für 1593 fl. 10 ß.verkauft. Ao. 1834 begann der Bau eines neuen Schulhauses zu Ottenbach und zwaran der Stelle der ehemaligen Pfarrscheune, dem Pfarrhaus gegenüber, welches aber erst 1838als vollendet betrachtet werden konnte. Dasselbe enthält 3 Schulzimmer und 2 Lehrerwohnun-gen und kostete circa 8000 fl., an welche Summe der Staat einen Beytrag von 750 fl. gab.Das Gebäude ist aber in mehreren Beziehungen unzweckmäßig erbaut und eingerichtet.Ao. 1836 wurde eine bedeutende Baute am Pfarrhaus ausgeführt, in Folge deren dasselbein jeder Beziehung ein freundliches Ansehen gewonnen hat; es wurde ein neues Waschhausund Holzschopf erbaut und der Vorplatz des Pfarrhauses aplanirt. Die ganze Baute kosteteetwa 3000 fl. Die Schulgemeinde Toußen, früher Wolscn genannt, erbaute im I. 1837ein neues Schulhaus, das mit einer schonen Lehrerwohnung versehen ist. Dasselbe kostete, ohnedie Frohndienste, circa 3800 fl., an welche Summe der Staat einen Beytrag von 625 fl. leistete.

Das Uebrige, siehe Antiquitäten und Feuersbrünste (1822 mid 1833).

Ottikon, siehe Goßau.

Pallisaden.

Die Pallisaden oder Spitzpfähle, welche vom Ausfluß des Schanzengrabens aus dem Seebis zum Grendel und weiter aufwärts bis gegen der Holzschanze in einer geordneten Reihe imBoden des Sees eingerammelt waren, um den Schiffen die Zufahrt zur Stadt zu verwehren,und die einen Theil der Befestigungswerke der Stadt ausmachten, wurden im I. 1834 behufsErleichterung der Schifffahrt und zur Beförderung des Abflusses des Sees ausgehoben. DieKosten dieser Maßregel betrugen etwa 1250 fl., für 388 Stück Pallisaden wurden dagegen etwa400 fl. erlöst.

Pannerordnung der Stadt Zürich , siehe pag. 127.

Paradies, zum kleinen.

Dieses Stiftsgebäude, Nro. 188 an der obern Kirchgasse gelegen, das einem Ehorherrnzur Wohnung gedient hatte, wurde im I. 1833 für 11,200 fl. an einen Privaten verkauft.

Peinlichkeit, siehe Gerichtswesen.

Tt. Peter (Gemeinde).

Bey der Umänderung der kirchlichen Verhältnisse der Stadt Zürich und der dahin kirchgenös-sigen Landgemeinden im Jahr 1833 wurden der Gemeinde St. Peter alle ihre Rechte wieder be-stätigt, die sie bisdahin hatte. Es besteht diese Kirchgemeinde aus der dahin kirchgenössigen Stadt-abtheilung (dem größern Theil der Kleinen Stadt) und den Gemeinden Enge und Leimbach,