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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich / von Friedrich Vogel
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bände vom Sturmwind niedergerissen und 2 Männer dabey schwer verletzt, wovon einer her-nach starb. Ao. 1839 wurde zu Nänikon der letzte Ueberrest der Capelle abgetragen, welcheauf dem Platze stand, wo im Jahr 1444 die Besatzung von Greifensee enthauptet worden.Ao. 1840 erbaute die Gemeinde Riedikon ein neues Schulhaus mit Lehrerwohnung, das etwa3000 fl. kosten wird.

Die ehemalige Burg zu Uster (siehe vorüberstehenden Kupferstich) befindet sich in den Hän-den eines Privatmanns, der eine Wirthschaft in derselben betreibt.

Das Uebrige siehe Feuersbrünste (1819, 1826, 1831, 1832, 1833, 1837).

Veldi, siehe Altikon .

Veltheim

Die der Stadt Winterthur ganz nahe gelegene Kirchgemeinde Veltheim zählte in der Mittedes vorigen Jahrhunderts 418 Seelen; im Jahr 1836 aber 630.

In dem Zeitraum von 1820 1840 wurden 23 neue Häuser aufgeführt, welche einenAssekuranzwerth von mehr als 78000 fl. haben. Ao. 1812 verkaufte der Staat die dortigeZebntenscheune für 600 fl. Im Jahr 1827 erbaute die Gemeinde ein Schul- und Gemeind-haus. Der obere Theil desselben ist zur Schule eingerichtet, der untere für Gemeindsversamm-lungen bestimmt. Das Gebäude, unter welchem sich ein großer Gemeindskeller befindet, kostete6552 fl., an welche Summe der Staat einen Beytrag von 200 fl. gab. Am 23. Wintermonatwurde dasselbe eingeweiht. Ao. 1833 wurden die Pfrundgüter, bestehend aus 1 '/4 Juch.Baumgarten nebst der Scheune, für 1956 V 2 fl. verkauft. Im Jahr 1834 wurde vomStaat eine 4528 Fuß lange Straßenstrccke durch den Bann der Gemeinde in der Richtung nachAndelfingen angelegt, welche Straße, nachdem sie im Jahr 1835 zur Hauptstraße erhobenworden, um mehrere Fuß erweitert ward. Im Jahr 1836 ward durch den Bann der Ge-meinde eine neue Straße von Winterthur nach Wülflingen angelegt, Ao. 1837 an der Kircheeine Reparatur vorgenommen, die hauptsächlich eine Veränderung mit den Fensterlichtern be-traf. Die Kosten beliefen sich auf 1000 fl. Ao. 1839 wurde auf dem Kirchhof zunächst ander nördlichen Seite der Kirche viel altes Gemäuer unter dem Boden entdeckt, das sich ziemlichweit in den Gottesacker erstreckt. Es waren mehrere kleine länglichle Behälter neben einan-der, die man für gemauerte Gräber hätte ansehen können. In einer Tiefe von 6 Fuß warensie mit Kieselsteinen bepflastert. Zwar fand man darin keine Gebeine, aber eine Menge Schuttund Koblen, so daß man sie für die Ueberreste eines früher hier gestandenen Gebäudes haltenmuß. Nach der Konstruktion der Mauern und einiger Ziegelscherben zu schließen, war es römi-schen Ursprungs. Ao. 1840 wurde an das Schulhaus eine Lehrerwohnnng angebaut, welcheBaute 2250 fl. kostete. Das ganze Gebäude hat nun eine Länge von 69 Fuß und eine Tiefevon 35 Fuß, und fällt gut in die Augen.

Das Uebrige siebe Feuersbrünste (1837).

Verfassung, siehe Staatsverfassung und Stadtverfassung.

Derhöramt, siehe Gerichtswesen.

Vogelfang, siehe Oberstraß.

Volke«, siebe Flaacb und Feuersbrünste (1820).