Buch 
Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich / von Friedrich Vogel
Entstehung
Seite
631
JPEG-Download
 

631

Stubenhitzen, siehe Berchtoldstag.

Stü'pfer Aeugst , siehe Feuersbrünste <1827).

Sünikon, siehe Steinmaur .

Sulzbach, siehe Uster und Feuersbrünste <1826).

Sust, siehe Horgen .

Tablat, siehe Turbenthal .

Tägernau, siebe Goßau und Feuersbrünste <1834).

Tännlibuck, Niederhasli, siehe Feuersbrünste <1824).

Tagelschwangen, Lindau , siehe Feuersbrünste (1836).

Technisches Institut.

Dasselbe wurde im Jahr 1826 von einem Privat-Verein zu dem Zwecke ins Leben geru-fen, Jünglingen theils wissenschaftlichen, theils praktischen Unterricht, bezüglich auf das Be-dürfniß der Gewerbe, der Fabriken und des Handels zu ertheilen. Zur Aufnahme in die Anstaltwar der vollendete Eurs in der Gelehrten-oder Kunstschule, oder das angetretene 16te Alters-jahr erforderlich. Die Auswahl der zu besuchenden Unterrichtsstunden wurde völlig frey ge-stellt. Für jede wöchentliche Stunde oder je 40 Stunden des Jahres mußte ein Honorarvon 40 Batzen bezahlt werden. Alle an die Anstalt Beytragenden bildeten die Hauptversamm-lung, die lehrenden Mitglieder eine besondere Abtheilung der Gesellschaft. Die Direktion desInstitutes wurde einem Präsidenten, Aktuar und Quästor, einer Lehr- und Oekonomie- Kom-mission übertragen. Das erste Lektionsverzeichniß setzt folgende Unterrichtsfächer fest:

a) Für die untere Abtheilung: angewandte Arithmetik, angewandte Geometrie praktischeMechanik, Abriß der Naturgeschichte, populäre Uebersicht des Weltgebäudes mit mathematischerund physischer Geographie, Physik in technischer Hinsicht, allgemeine Uebersicht der Handwerkeund Gewerbe, Anleitung zum Entwerfen von Rissen technischer Art, Geographie mit Rücksichtauf Handel und Industrie, Uebungen in deutschen Aufsätzen, deutsche Sprachlehre für Nicht-deutsche, französische Sprachlehre, französische Styl- und Sprachübungen, Schönschreiben,Handzeichnen, Uebung un Metalldrehen und andern mechanischen Arbeiten.

d) Für die obere Abtheilung: höhere Arithmetik und Algebra, Trigonometrie, theoretischeMechanik, technische Zoologie, Mineralogie, technische Botanik, Ehemie in technischer Hinsicht,darstellende Geometrie, bürgerliche Baukunst, Handels- und Wechselrecht, Uebungen im Ueber-setzen und in Aufsätzen für Nichtdeutsche, italiänische und englische Sprache, Uebersicht derdeutschen, französischen und italiänischen Literatur, Anleitung zu Verfertigung von Modellen.

Am 4. Januar 1827 wurde die Anstalt durch eine Anrede des Präsidenten, Hrn. Leon-hard v. Muralt im Schönenhof, im Saal der physikalischen Gesellschaft auf der Meise eröffnetund Freytags den 5. Januar begannen die Lektionen mit 95 jünger» und ältern Zöglingen indem Hause zum Bären. Schon im ersten Jahre wurde der eigentliche technische Unterricht auf3 Curse vertheilt und die Fächer desselben in der Stundenzahl bedeutend erweitert. ImJahr 1828 miethete die Anstalt ein eigenes Zimmer für den Zeichnungs - Unterricht. 1829wurde das Haupt-Lokal in das Haus zur grünen Birche verlegt.

Nach Gründung der Industrieschule durch den Staat löste sich das Institut in Folge Be-