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Der ganze Verrath daselbst betrug in dem lctztbemerktcn Jahr:19,407 Mütt an gedörrter Frucht,
Summa: 21,060 Mütt.
Die Dörrnng dcr Frucht wurde zuerst von einem Neapolitaner, Namens Jntieri,ungefähr in der Mitte des vorigen Jahrhunderts in Anwendung gebracht, 1756 zu Genf Ge-brauch davon gemacht. Im Jatzr 1760 machte die naturforschende Gesellschaft in einem Memo-rial den Rath auf die Nützlichkeit dieser Einrichtung aufmerksam, worauf noch im nämlichen Jahrin dem Magazin im Sihlwiesli eine Törreinrichtnng angebracht wurde, die indeß Ao. 1774abbrannte.
1775 wurde darauf ein stemerncr Dörrofen im Koruamt errichtet, dcr 800 fl. kostete, undvon dieser Einrichtung bis auf die neueste Zeit Gebrauch gemacht.
Das Verfahren bey der Fcuchtdörrnng ist ungefähr folgendes: Nachdem der Ofen durchBeheizung mit guten Holzkoblcu von Buchen- oder Förrcnholz den nöthigen Wärmegrad erreichthat, werden die Früchte (66 Mütt) in die beyden Abtheilungen desselben aufgeschüttet, zu Er-haltung möglichst gleichmäßiger Wärme von 2—3 Stunden Kohlen nachgeschüttet und damit wäh-rend 24 Stunden fortgefahren. Nach Verlauf von 3—4 Stunden geräth die Frucht in Schweiß,alsdann werden aus jeder Abtheilung mittelst Oeffnung der von unten angebrachten Schiebercirca 4 Mütt herausgelassen, dieselben wieder oben aufgeschüttet und diese Operation von 3 zu3 Stunden fortgesetzt, bis die 2 4 Stunden verstrichen sind. Sodann wird die Frucht aus demOfen gezogen und auf einen der nächsten Schntlcbodcn dünn aufgeschüttet, alle zwey Stundensorgfältig gerührt, bis sie erkaltet ist, und hierauf in den hierfür bestimmten wohl verschlossenenKasten aufbewahrt.
Von 60 Mütt aufgeschütteter Frucht dorren in der Regel 7>/z—8 Mütt ein.
Fuchsrüti, Goßau, siehe Feuersbrünste (1820 und 1823).
Garten Zcll, siehe Feuersbrünste (1830).
Gasscnbesetzermeistcr, siehe Bauwesen der Stadt.
Geerlisperg, siehe K loten.
Geißbühl, Hcrrliberg, siehe Feuersbrünste (1837).
Geißen, Stäfa , siehe Feuersbrünstc (1823).
Geistlichkeit.
Die funktionirende Geistlichkeit des Cantons bestand im I. 1838 laut Bericht des Kircheu-rathes aus 205 Mitgliedern, nämlich:
159 als Prediger,
5 als Katecheten,
15 als Vikare von Predigern, und
26 als Lehrer an Unterrichts-Anstalteu Angestellten.
Ferner waren derselben einverleibt 32 Geistliche, die theils auf die von ihnen bekleidetenStellen resignirt hatten oder außer Funktion gesetzt wurden, theils Mitglieder der Erspektanten-