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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich / von Friedrich Vogel
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bat eine Breite von 50 Fuß, wovon 30 Fuß als Fahrbabn und die äußeren 20 Fuß als Ab-lageplatz für die daselbst anlandenden Schiffe dienen. Er ist mit 5 Treppen und 2 Rampenversehen und auf der Seite gegen der Limmat mit 44 Wehrsteinen von Granit, die pr. Stück9 fl. kosteten, eingefaßt. Auf der entgegengesetzten Seite ist längs der Sonne und dem Rabenbis zu der Krone und beym Durchbruch bey der Thorgaß ein Trottoir zum Theil ebenfalls vonGranit, zum Theil von Asphalt (Pechgußl angebracht worden. Die Gesammtkostcn des Quaisbetragen circa 24,000 fl. Kein Theil der Stadt ist gegenwärtig so belebt wie dieser Quaiund zum Theil auch der untere gegen dem Rathhaus.

Ein vierter Quai als Fortsetzung des so eben bezeichneten wurde im I. 1838 hinter derehemaligen Ringmauer beym Hause zum Egli bis auf den Platz des neuen Kornhauses thcilweisevon der Kaufmannschaft, thcilweise vom Staat wegen seines daselbst liegenden Salzhauses angelegt.

Der fünfte Quai wird von der Stadt zufolge Beschlusses der Gemeindsversammlung vom13. Brachmonat 1837 von dem großen Platze bintcr dem Stadthaus ausgehend bis zu demKornhaus (nunmehrigen Kaufbaus) angelegt, und es rückt diese Arbeit im Winter von 1840auf 1841 ihrer Vollendung entgegen.

Nafz,

ist eine Gemeinde, die außer dem großen Dorfe Rafz, das auf dem Rafzerfelde jenseits desRheins liegt, die Höfe Langenriedt und Sulgen umfaßt.

Im I. 1813 verkaufte der Staat die Zehntenscheune, die er daselbst besessen, für 550 fl.

Ao. 1821 wurde unmittelbar hinter dem Ehorbogen der Kirche ein mit einer eisernen Thüreverschlossenes Gewölbe behufs eines Gemeinds-Archives aufgeführt. In den Jahren 1823bis 1826 wurden sehr bedeutende Bauten an dem Pfarrhaus vorgenommen, die mehr als11,000 fl. kosteten und in Folge deren das Gebäude ganz erneuert wurde; dennoch mußtenAo. 1834 abermals Reparaturen von ziemlichem Belang in demselben bewerkstelligt werden.Im I. 1827 kaufte die Gemeinde ein an ihr bisheriges Gemeinds- und Schulhaus angrenzen-des Baucrnhaus von zwey Stockwerken an, baute im folgenden Jahr einen dritten Stock auf

solches und eS wurde in demselben ein Helles und geräumiges Schulzimmer für die Realschule,

in den beyden untern Stockwerken 2 Schulzimmer für die Elementarschule eingerichtet. Die

Kosten betrugen über 2000 fl., an welche Summe der Staat 150 fl. beytrug. Ao. 1829

verkaufte der Staat 21/4 Juch. Land von den Pfrundgütern für 1400 fl.; der übrige Theil,4 Juch. Mattland, wurde im I. 1833 für 3614 fl. veräußert 1834 schaffte die Gemeindeeine vorzüglich gut gearbeitete Feuerspritze von starker Wirkung an, welche 2000 fl. kostete.Es sind jetzt 3 Feuerspritzen und 11 Brunnen vorbanden, die aus verschiedenen Quellen ihrWasser beziehen. In den Jahren 1836 und 1837 wurde der Helm des Kirchlhurms wie-der mit einem neuen Anstrich versehen, die Mauern der Kirche reparirt, die Wege durch denKirchhof gegen die Kirche gepflastert, eine eiserne Eingangsthür gegen den Kirchhof ange-bracht, neue Treppen zu dem letztem und zu den beyden Emporkirchen verfertigt, welches allescirca 600 fl. kostete. In dem letztbemeldten Jahr ward eine Arbeitsschule für die weiblicheJugend gestiftet.

Das Uebrige, siebe Antiquitäten und Feuersbrünste (1836).