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Lagern.
Auf der Höhe dieses Bergs, zu Rcgensberg gehörend, befindet sich die ehemalige Hoch-wacht. Das dort stehende Gebäude, das dem Staat gehört, dient bey Aufnahme von trigo-nometrischen Vermessungen und es gewährt denjenigen, welche die herrliche Aussicht genießenwollen, Schatten und Schutz vor Wind und Wetter. Zu dieser Hochwacht führen zwey Wege,einer von Boppelsen her, sehr steil, ein anderer ziemlich bequemer von Regensberg aus, derindeß bedeutend länger ist.
Latten, Jllnau, siehe Fenersbrünste (1829).
Landenberg, siehe Turbenthal .
Landjäger, siehe Polizeywachc.
Landknaben-Znstitut.
Da den Knaben ab der Landschaft der fernere Zutritt zu der Realschule in der Stadtverweigert wurde, so traten im Anfang des Jahres 1791 mehrere deßwegen bekümmerte Väterzusammen, um sich zu berathen, wie und wo sie ibren Knaben einen zweckmäßigen Unterrichtkönnten ertheilen lassen. Sie wurden darüber einig, einen tüchtigen Lehrer oder Informator zusuchen und fanden einen solchen. Es wurden 20 Knaben zusammengebracht und mit dem In-formator auf ein halbes Jahr darüber eingetreten, daß er ihnen Unterricht in der Religion,der deutschen und französischen Sprache, in der Orthographie, imDeutsch- und Französisch-Schreibenund Rechnen ertheile. Es wurde beschlossen, die Zöglinge sollen keine andern Knaben als solcheab der Landschaft seyn und zwar die, welche nach Unserer Gnädigen Herren Schulordnung der täglichenSchule entlassen sind, mithin fertig deutsch lesen und schreiben können. Die Schulstunden wurdenim Sommer von 7—9 und 1—3, im Winter von 8—10 und 1—3 Uhr festgesetzt. Das Lokalbefand sich in der großen Brunngaß, nachher im Niedcrdorf. Samstag Nachmittags den 30.Heumonat 1791 wurde das erste Eramen abgebalten. Auf dieses hin wurden 2 Gassen errichtetund es betrug die Zabl der Schüler damals 25. Im folgenden Jahr wurde zwey Bürgers-knaben aus der Stadt der Zutritt in die untere Gasse erlaubt. Im I. 1793 mußten wegenMangel an Schülern die Gassen wieder in eine zusammengezogen werden. Am Ende diesesJahres erhielt jedoch die Anstalt wieder neuen Schwung, weil die Unternehmer sich für weiteredrey Jahre verpflichteten. Es wurde ein Gemach gemiethet und fünf Lckrer angestellt, die zu-sammen wöchentlich 20 Stunden Unterricht zu ertheilen hatten und dafür jährlich 385 fl. be-zogen, eine Vorsteherschaft, bestehend aus einem Präsidenten und sechs Schulräthen erwählt, dieZahl der Schüler auf 20 festgesetzt und ein drcyjähriger Curs angeordnet. Am 12. März 1795wurde die erste Rechnung über die Anstalt abgelegt, am 24. May 1798 wegen des glück-lichen Fortganges beschlossen, die Anstalt zu erweitern. Im I. 1804 ward für die Schüler desdritten Curses Geometrie eingeführt, 1806 wurde schon wieder von Aufhebung der Anstalt ge-sprochen, weil man meinte, die neu errichtete Bürgerschule mache dieselbe entbehrlich u. s. f.; am25. Herbstmonat jedoch die Fortsetzung der Anstalt beschlossen. Merkwürdig ist, daß in dieserVersammlung ein einziger Landmann zugegen war, die übrigen Mitglieder waren alle Bürger