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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich / von Friedrich Vogel
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beynahe einäscherte und 3420 fl. Vergütung erforderte. Am 7. Christmonat Morgens 1 Uhrentstand in einem Haus zu Ebertschweil, Eappclerthcil, aus unbekannten Ursachen einFenerausbrnch, der dasselbe einäscherte; am nämlichen Tag brannte ebenfalls ein Haus in derBräch, Gem. Bauma, ab, für welches 1700 fl. zu vergüten waren; am 30. Abends 8 Uhrein Wohnhaus zu Schwamendingen, beynahe ganz. Die Vergütung betrug 1800 fl.

Im Jahr 1840 ist es nicht besser, sondern noch viel schlimmer geworden, als jemals;denn dieses Jahr zählt weitaus die meisten Feucrsbrünste und es wird die Assckuranzstenerauf 2 vom Tausend ansteigen; der höchste Betrag.seit der Eristenz der Anstalt. Die nähereAngabe der einzelnen Feuersbrünstc in dem bemerkten Jahr ist Sache eines künftigen Chronik-schreibers, sowie auch die Bezeichnung der endlichen Revision des Brandassekuranz-Gesetzes undder Folgen derselben. Das aber kann nicht unerwähnt bleiben, daß keine einzige FcuersbrunstStatt gefunden hat, wo nicht mehr oder weniger milde Beyträge au die Brandbcschädigtcn,theils an Geld, theils an Kleidungsstücken, theils auch an Lebcnsmitteln und zwar immer vor-züglich in besonderem Maaß von Zürich aus geflossen sind.

Bey der auf eine so große Zahl ansteigenden Menge von Feucrsbrüustcn möchte es fürManchen nicht uninteressant seyn, die Namen derjenigen Gemeinden zu kennen, in welchen eswährend den Jahren 18201839 entweder gar nie brannte oder, wenn auch Feuer entstand,solches doch zu keinem bedeutenden Ausbruch kam. Es sind folgende:

Affoltcrn-Höngg, Bcnkcn,

Dietlikon , Dorf,

Enge, Erlenbach,

Knonau, Küßnacht ,

Maschwanden, Mönchaltorf ,

Rikenbach, Rüti ,

Tvß, Wädcnschweil,

Wildberg (dagegen 1840), Wyla,

Der Betrag der Brandsteucrn seit Errichtung der Anstalt ist aus der dem Artikel Brand-Assekuranz 70 angereiheten Tabelle genau zu entnehmen.

Buch,

Tynhard,

Hütten,

Lufingen ,

Otclfingen,

Schwerzcnbach,

Wicdikon,

Zollikon .

Feuerthalen .

Diese Gemeinde, die aus den beyden Ortschaften Feuerthalen und Langwiescu besteht,zählte:

im Jahr 1736 . 500 Seelen.

1836 . . . . . . 665

Der Flecken Feuerthalen liegt am rechten Ufer des Rheins, der Stadt Schaffhausen dichtgegenüber, wohin eine offene hölzerne Brücke führt, die vom Stand Schaffhausen unterhalten wird.

Die Pfarrgebäude zu Feuerthalen liegen der Gemeinde zur Unterhaltung ob.

Als im Jahr 1821 die Rheinbrücke ganz renovirt wurde, mußte während etwa 9 Monatendie gegenseitige Passage zu Schiffe stattfinden. Ao. 1822 wurde nach öftern Streitig-keiten zwischen Schaffhausen und Feuerthalen die Rheingränzc an beyden Ufern durch die Hrn.Oberst Pestalozzi aus Zürich und Archivar Peyer von Schaffhausen festgesetzt und mit March-