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Gesellschaft oder auch einzelne Schützenliebhabcr Freyschießen (das Nähere, siehe den ArtikelWädenschweil).
Achnliche Gesellschaften bestehen in Richterschweil, Thalweil und manchen andern Orten.
Technische Gesellschaft.
Dieselbe wurde im I. 1825 von dem scl. Hrn. Cantons-Apotheker Jrminger mit dem Zweck:Förderung der Kenntnisse und gegenseitige Belehrung in den technischen und den Naturwissen-schaften, sowie fortwährende Anregung zum Studium derselben, gestiftet. Sie gründete die tech-nische Lehranstalt (siehe diesen Artikel). Ungeachtet diese Anstalt seit 1833 eingegangen ist, dauertdie Gesellschaft dennoch fort, versammelt sich vom Anfang Weinmonat bis Ende März jedenDienstag Abend und zählt gegenwärtig 55 Mitglieder.
oder das neue Zürich . Dieser Name wurde einer am 7. Hornung 1836 gestifteten Bürger-gesellschaft der Stadt Zürich beygelegt, welche sich zufolge ihrer Statuten als Zweck vorsetzte:freye Besprechung über alle städtischen Interessen und Angelegenheiten. Jedes Mitglied erhieltdie Befugniß, andere stimmfähige Bürger zu Mitgliedern vorzuschlagen, deren Wahl durch ge-heimes absolutes Stimmenmehr Statt fand. Es wurde festgesetzt, daß die Gesellschaft sichmonatlich wenigstens ein Mal, je an dem ersten Sonntag eines Monats, außerordentlicher Weiseauf den Ruf des Präsidenten oder wenn 12 Mitglieder es begehren, versammle. Der ersteTheil des Gesellschaftabends ist der Berathung gewidmet, der zweyte der gesellschaftlichen Unter-haltung. Der Ausschuß der Gesellschaft (aus 9 Mitgliedern bestehend) ist verpflichtet, für Stoffzur Berathung zu sorgen. Ucberdieß ist jedes Mitglied befugt einen Gegenstand der Berathungvorzuschlagen. Die Berathung geschieht in Form des freyen Wortbegehrens.
Es traten der Gesellschaft zur Zeit ihrer Stiftung 80 Mitglieder bey und dieselbe wähltesich als Gesellschafts-Lokal das Zunftbaus zur Schmieden.
Die Verhandlungen über die städtischen Angelegenheiten erregten eine Zeit lang bey denMitgliedern lebhaftes und immer mehr steigendes Interesse und der Einfluß, welchen die Ge-sellschaft auf die städtischen Angelegenheiten bey den Gemeindsversammlungen im Sinne des Fort-schrittes ausübte, wurde immer mehr bemerkbar. Die Gesellschaft bildete anfänglich in dieserBeziehung so ziemlich einen Gegensatz des Bürgervcreins. Bey den Wahlversammlungen in denJahren 1838 und 1839, als die Stadt Zürich ihre Repräsentanten in den neu gebildeten GroßenRath wählte, namentlich bey der erster», war der Einfluß des jungen Zürichs entscheidend unddieser Einfluß gründete sich namentlich auf die am Tag vor den Wahlen im Schützenhaus ver-anstalteten großen Einwohnerversammlungen.
Seit dem Herbst des I. 1839 wurde keine Versammlung der Gesellschaft mehr abgehalten,obgleich dieselbe gegenwärtig noch 126 Mitglieder zählt.
Andere nützliche Gesellschaften, siehe die Artikel: Bank, Blinden - und Taubstnmmcn-Jnstitut,Dampfschifffahrt, Eisenbahn , Ersparungs-Cassen, Handwerkswesen, Hochschule, Landknaben-In-stitut, Landtöchter-Institut, Limmatthal, Neujahrsstücke, Schulwesen, Eechseläuten, Stadtbib-