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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich / von Friedrich Vogel
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231
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zu Jzikon im J> 1814 für 2l9 fl. 35 ß., ein Theil der Schloß- und die Pfrnndgüter im I - 1819um 13,690 fl.; die übrigen Schloßgüter, 9 10 Mannwcrk Wiesen und circa 4 Juch. Acker,nebst Scheune, Spritzenhaus und andern Gebäuden und das alte Pfarrhaus wurden im I. 1832zusammen für 12,255 fl., die zum Schloß gehörenden Kirchenörter für 623 fl. verkauft.

In den Jahren 1825 und 1826 erbaute die Schulgemeinde Grüningen ein neues Schul-haus mit Lehrerwohnung, welches 2905 fl. kostete. Dieser Schule hatte ein wohlhabender Bür-ger, Hr. Capitain Stadtmann, schon im I. 1803 ein Capital von 150 fl. mit der Bestimmunggeschenkt, daß der Zins jährlich am 12. Februar (dem Susannatage) zum Andenken an seinTöchterchen Susanna, welches an seinem Namcnsfest den 12. Februar 1803 in seinem zwölftenLebensjahr gestorben war, unter sämmtliche Schüler zum Andenken desselben vertheilt werde.Mit dieser jährlichen Gcschcnkausthcilung, die ein eigentliches Jugcndfest bildet, ist zugleich einePrüfung der Schüler verbunden. Die Schulgemeinde B inzikon erbaute, nachdem die Schul-genojsen seit dem Jahr 1825 monatlich einen gewissen Beytrag zusammengelegt hatten, Ao. 1829ein ganz neues, geräumiges Schulhans mit Lehrcrwohnung, das 5046 fl. kostete, an welcheSumme der Staat einen Beytrag von 225 fl. leistete. Zum Besten dieser Schule schenkte einwohlhabender Bürger im Jahre 1810 ein Capital von 300 fl., welches zum Ankauf von Pflanz-land für den Lehrer benutzt wurde.

Sehr wichtig und einflußreich war für das Städtchen Grüningen die Staatsumwälzung imJahr 1830 mit ihren Folgen. Es wurde nämlich vom Großen Rath am 22. Brachmonat1831 beschlossen, daß Grüningen, welches in frühern Zeiten bis 1798 der Sitz eines Land-vogts, von 1815 1831 eines Oberamtmanns und Hauptort des fünften Bezirks war, nichtmehr, sondern an dessen Stelle Hinweil Hanptort dieses Bezirks seyn soll; am 2. May 183lzog der Oberamtmann aus dem Schloß weg und im Herbstmonat 1832 wurde zum letztenMal in demselben Gerichtssitzung gehalten. Seit dieser Zeit befindet sich nur noch dieNotariatskanzley in Grüningen.

Da man fand, daß das alte Pfarrhaus nicht mehr brauchbar sey, somit ein neues erbautwerden müsse und daß die Schloßgebäude, wenn solche verkauft würden, kaum einen Ertragabwerfen dürften, der den Bankosten eines neuen Pfarrhauses gleich käme, so wurde von derRegierung verfügt, es soll das eigentliche Schloßgcbäude für einstweilen dem Pfarrer als Wob-nnng angewiesen werden, welcher dasselbe im Spätjahr 1832 bezog. Die übrigen Gebäude-theile zwischen Schloß und Kirche, der sogenannte Landenberg mit Marstall, Rüstkammer,Stallungen u. s. f. wurden im I. 1835 um die Summe von beyläufig 800 fl. zum Abbrechen ver-kauft und es hat sich nun an der Stelle derselben ein freyer Platz gebildet, von dem ausgegen Norden sich eine schöne Aussicht darbietet. Der Anbau an das Schloß, in welchemsich die Gerichtsstube befunden hatte, wurde im I. 1837 ebenfalls abgetragen, das Schloßauf jener Seite von außen restaurirt und ein Holzbehälter erbaut, was zusammen 1200 fl.kostete. Im I. 1835 wurde das bisherige Schulhaus zu Jzikon mit einem Kostenaufwandvon 2301 fl. renovirt. Dasselbe enthält nun ein heiteres geräumiges Lehrzimmer und eine be-queme Wohnung für den Lehrer. Der Staat leistete einen Beytrag von 312 s /2 fl. Auch die-ser Schule hat Hr. Capitain Stadtmann im I. 1828 ein Capital von 150 fl. geschenkt, ganzmir den gleichen Bestimmungen, wie der Schule zu Grüningen. Im I. 1836 wurde die