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frühern Bestimmung, wonach der Thurmwart für jede in dem Wellenberg verhaftete Persontäglich ein ganzes Brot aus dem Zuchthause zu beziehen hatte, mit der Verpflichtung, dasselbedem Gefangenen zur Hälfte trocken, und zur Hälfte in 3 Malen täglich als Muß abzugeben.Für die Zurichtung der Speisen durfte er für jeden Gefangenen täglich 4 ß., für die Ueber-fahrten der Verhörrichter, der Geistlichen und der Gefangenwärter täglich, wenn sich wirk-lich Verbrecher im Wellenberg befanden, 20 ß. verrechnen. Im Jahr 1834 wurde die Stelleeines Thurmwarts aufgehoben, und dem letzten (Rordorf) eine gewisse Summe als Entschädigungzugesprochen.
Außer dem erwähnten Thurmhaus gab es noch ein anderes in der Kleinen Stadt an derAugustinergasse zunächst dem Hinteramt, mit No. 251 bezeichnet, welches auch Neu-Thurmhieß. In demselben hatte früher der Abwart des Läusethurms seine amtliche Wohnung: spä-ter nach Abtragung dieses Thurms wurde demselben die Besorgung des Hinteramtsgebäudesübertragen und ihm die Wohnung gegen einen billigen Zins miethweise belassen. Im Jahr1838 wurde aber das Thurmhaus nebst einem andern benachbarten Gebäude zur Abtragungund als Bauplatz für einen Privaten verkauft, und 1839 von diesem letztern an der Stelledesselben ein modernes Haus, das mit Recht auch wieder Thurmhaus genannt werden könnte,erbaut.
Tobel, Ottenbach , siehe Feuersbrünste (1833).
Todesurtheile, siehe Hinrichtungen.
Töß.
Fast keine Gemeinde des Eantons hat sich im Lauf der letztverflossenen Zeit verhältniß-mäßig so bedeutend erweitert und ausgedehnt, als diese. In der Mitte des vorigen Jahrhun-derts zählte dieselbe bloß 700 Seelen; mit Neujahr 1841 aber ohne die Ansäßen 1431 See-len; nur allein seit 1820 ist die Bevölkerung um 566 Seelen gestiegen; von 1824 — 1839wurden 44 neue Häuser, wo vorher gar keine gestanden, erbaut, am meisten im Jahr 1834nämlich 9. Auffallend ist, daß fast die meisten dieser neuen Häuser nur auf der einen Seitedes Dorfs, nämlich auf der Südseite, rechter Hand von der Straße nach Winterthur , erbautworden sind. Dieses ist dem Umstand zuzuschreiben, daß das betreffende Grundeigenthum früherdem Staate gehörte, welcher dasselbe (1 Juch.) im Jahr 1827 an die Gemeinde für 600 fl. ver-äußerte, während auf der entgegengesetzten Seite schon seit längerer Zeit meist Privatbesitzer(Landbauern) Eigenthum inne hatten. So ist es nun gekommen, daß die eine Seite des Dor-fes meist moderne Gebäude, die andere fast nur Baurenhäuser enthält. Auch auf einer andernSeite des Dorfes, nämlich gegen Wülflingen, sind mehrere neue Häuser erbaut worden.
Die Elementarschule der Gemeinde zählte mit Neujahr 1841 118, die Realschule 92,die Repetirschule 74, die Singschule 57 Schüler und Schülerinnen.
Der Staat besaß in dieser Gemeinde, wie schon angedeutet worden, das meiste Grundei-genthum, herrührend von dem im Jahr 1525 aufgehobenen sehr reichen Frauenkloster daselbst.Von dem bemeldten Jahr an bis 1798 wohnte ein Amtmann in dem ehemaligen Kloster; späterwurde diese Stelle aufgehoben und mit dem Amt Winterthur vereinigt, Gebäude und Güter