sonen Theil nahmen, nachher war Tanz. Das neue Schulhaus kostete laut spezieller Rechnung19192 fl. 13 ß. 2 hlr., an welche Summe der Staat einen Beytrag von 1250 fl. gab.— Inden Jahren 1834 und 1835 wurde vom Staat statt der bisherigen alten Straße eine neue8934 Fuß lange Landstraße längs dem Seeufer nach Richterschweil angelegt, die wohl zu denangenehmsten Partien gezählt werden kann, welche es in unserm Lande gibt. — Im Herbst 1834verkaufte der Staat den Jahres-Ertrag des Rebbergs auf der Auw an den Reben auf offe-ner Gant für 2420 fl. Viele glaubten, es sey ein hoher Betrag, allein die Käufer gewannenein Bedeutendes, da der Wein, nachdem er ausgepreßt worden, mehr ertrug, als man geschätzthatte und von ganz ausgezeichneter Qualität war. — Zu der erwähnten Zeit wurden die Um-gebungen der Kirche verbessert und die Wege übergrienet. — Am 2 . April und 12 . May 1835wurden rings um das Gemeinds-Territorium Märchen gesetzt; — im Christmonat vom Staatder Bau einer neuen Landstraße von Wädenschweil gegen Käpfnach begonnen, und diese Straßeim folgenden Jahr vollendet. — In dem bemerkten Jahr 1835 wurde der schon erwähnte demStaat gehörende Rebberg auf der Auw, 8 Jnchart groß, welcher im Jahr 1823 mit gro-ßer Mühe und vielem Kostenaufwand angelegt worden, nebst 46 Juch. Waldung für 30,150 fl.verkauft. Allgemein bedauerte man, daß die schöne Waldung abgeschlagen wurde. Die Käu-fer bauten auf der obern Seite der Halbinsel ein Wohnhaus. Der Staat behielt sich nochcirca 6 Juch. Boden vor, aus welchem in den Jahren 1834 — 1838 eine große Masse desschönsten Kieses ausgebeutet wurde; später im Jahr 1840 wurde das Land für circa 2000 fl.verkauft. — Im Jenner 1836 wurde das alte Schulhaus im Dorf für 7300 fl. an einen Pri-vaten veräußert; — im Hornung eine neue Musikgesellschaft, bestehend aus einem kleinen Or-chester, einem gemischten und Männerchor aus circa 100 Personen organisirt, welche Gesell-schaft ihre erste musikalische Abendunterhaltung vor einem zahlreichen Publikum aus mehrerenGemeinden in einem Zimmer des Schulhauses gab. Den 31. May wurde zu Wädenschweilein Jugendfest gefeyert, an welchem 1050 Kinder Antheil nahmen. — Im Jahr 1837 erbautedie neue Schulgemeinde Langrüti ein zweystöckiges Schulhaus, welches außer dem Schulzim-mer auch eine, zwar unbequeme, Lehrerwohnung enthält. Es kostete etwa 6000 fl., an welcheSumme der Staat einen Beytrag von 625 fl. leistete. — In dem bemeldten Jahr wurde diebisherige Pfarrschenne zur Abtragung verkauft und mit dem Pfarrhaus eine Baute vorgenom-men, in Folge welcher dasselbe aus- und inwendig befriedigend hergestellt worden ist. Gleich-zeitig wurde neben dem Pfarrhaus ein neues Waschhaus und Holzschopf erbaut. Beyde Bau-ten kosteten etwa 1500 fl. In dem bemeldten Jahr 1837 wurde eine Kleinkinderschule gegrün-det und dieselbe mit Neujahr 1838 eröffnet. — In diesem Jahr kaufte die Gemeinde 400 Klftr.Land zur Erweiterung des Kirchhofs an, der um 2/4 größer wurde. Seit dieser Zeit wirdnicht mehr auf dem alten Kirchhof beerdigt. — Ao. 1839 ging ganz vorzüglich von Wäden-schweil aus der Antrieb zu der religiösen Bewegung im Eanton, welche bezweckte, die Zurück-nahme der Anstellung des Doktor Strauß als Lehrer der Dogmatik an der Hochschule herbey-zuführen. In diesem Jahr wurde die Orgel von der Gemeinde übernommen und im Winter-monat eine neue Haab und Tust für 7900 fl. accordirt. Die Sust wird beym Schützenhauserrichtet, ist 60 Fuß lang und 40 Fuß breit, 2 Stockwerke hoch und soll als Waaghaus undWaaren-Magazin dienen. Die Haabe oder der neue Hafen liegt neben derselben. — Zu der
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