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aus fünf, geometrisch regelrecht in einandergestellten, Quadraten. Das äußerste Quadrat konnte des man-gelnden Raumes wegen nur durch die abgebrochene, wagrechte Linie xxx angedeutet werden, zu deren Ver-längerung aus den Punkten n und b der Basislinie andere lothrechte Linien aufwärtsführend gedacht werdenmüssen. Das äußerste Grundrißquadrat, dessen ganzer Durchschnitt in der Basislinie a d enthalten ist, giebtdie äußerste Ausladung des Kapitäls in seiner obersten Platte, welche in den beiden Figuren 13 und 14 gleichfallsmit den Buchstaben n und b bezeichnet ist. Das innerste, auf der Basislinie mit den Buchstaben i und k bezeichneteGrundrißquadrat, in welchem ein Kreis aus dem Centrum I beschrieben ist, enthält in seinem Durchschnitte i k(welcher zugleich den Durchschnitt des Kreises bildet) den Durchmesser des Schaftes der Bildsäulen. Letztererist in den beiden Figuren 13 und 14 gleichfalls mit den Buchstaben i und k bezeichnet. Der Schaftkreis ist (innerhalbdes mit L k bezeichneten Grundrißquadrats) mit dem Achteck umgeben, indem, wie der Aufriß zeigt, der rundeSchaftftamm hinter den Laubstengeln aus dem Runden in das Achteck übergeht, welches auch der Kapitälbildungzu Grunde liegt. Die Jneinanderstellung der fünf Grundrißquadrate beruht aber darauf, daß die Durchkreuzungihrer Diagonallinien durch die, aus dem Centrum 1 beschriebenen, Kreise die Punkte zur Construction dereinzelnen Quadrate giebt, wie solches bereits in Figur 2 des Vorlegeblattes VII erklärt wurde. Dieß Verfahrenführt zu demselben Resultate, welches erreicht wird, wenn man fünf, beziehungsweise zehn Quadrate übereinander über Eck stellt, woraus zugleich auch die Achtortbildung der Kapitäle folgt. Erstere Methode führtjedoch kürzer zu demjenigen Ziele, welches ich mir hier vorgesteckt habe, nämlich zu zeigen, wie man, ohne einenvollständigen Grundriß sämmtlicher achteckiger Glieder vor sich zu haben, dennoch auf eine schnelle Art imgeometrischen Aufriß die Punkte finden kann, auf welchen die richtige Zeichnung der in Figur 13 mit den Buchstabenund Zahlen x. 2.1.3.4, und in Figur 14 mit den Buchstaben und Zahlen x. 5.8.6.7.9.10 bezeichnetenmittleren Kanten des Achtecks beruht. Man merkt nämlich im Grundriß an der obersten Linie x 2 x des äußerstenQuadrats diejenigen zwei Punkte an, welche hier zwei Ecken des Achtorts bilden: d. h. die beiden mit x bezeichnetenPunkte. Dieselben ergeben sich (wie schon öfter erklärt wurde), wenn man aus den zwei (hier wegen Mangels anPlatz weggelassenen), an derjenigen Stelle befindlichen Ecken des äußersten Quadrats, wo aus den Punktenu und b lothrecht aufwärts gezogene Linien sich mit der fortgesetzten Linie x 2 x kreuzen würden, die Distanzaus diesen Ecken bis in das Centrum 1 auf der obersten mit x markirten Linie, folglich bei den mit x bezeichnetenPunkten anmerkt. Hierauf zieht man aus diesen Punkten die mit x x bezeichneten Linien gegen das Centrum 1.Hat man nun die Profilirung, welche man dem Kapitälgesimse geben will, im Reinen, z. B. in — Figur 13das mit a in Q o p (linke Seite) bezeichnete Profil, so nimmt man mit dem Zirkel die Distanz von der blindenMittellinie 11 bis zu der mit n bezeichneten Linie, setzt hierauf den Zirkel im Grundriß (Figur nci 13 u. 14) indas Centrum I ein und macht mit dieser Zirkelöffnung die mit x bezeichnete Kreislinie. Dann nimmt man mitdem Zirkel die Distanz von der blinden Linie 11 (Figur 13) bis zum Punkte m und bildet mit derselben imGrundriß aus 1 die auf der linken Grundrißhälfte mit m markirte Kreislinie. Nehme sofort mit dem Zirkeldie Distanzen von der blinden Linie 11 (Figur 13) bis zum Punkte u, von 11 bis v, von 11 bis p, von 11 bis yund bilde mit diesen Distanzen im Grundriß aus I die, in der linken Grundrißhälfte mit o, u, p und ymarkirten, Kreislinien. Bilde sofort aus den Grundrißpunkten 2 , m, 0 , n, p und ti wagrechte Linien, und wodiese (links) die gegen das Centrum 1 gehende Linie x x schneiden, also in den Punkten x, 1, 2, 3 und 4,da sind die Stellen, wo sich im Aufriß die Achteckkanten einzeichnen, indem man aus der blinden Mittellinie desGrundrisses 2 1 die Distanzen von dieser Linie bis zu den mit x 1,2,3 und 4 bezeichneten Punkten mit demZirkel nimmt und auf den (den Grundrißlinien x, m, 0 , n, p und y entsprechenden) Aufrißlinien n, m, u, o,p und von der blinden Mittellinie 11 aus markirt, wodurch sich die mit x, 2,1,3 und 4 bezeichneten Punkteergeben. Eben so verfahre in — Figur 14, wo nach Bildung des Profils (rechts) di- u 8 tv ^ mit derjenigenZirkelöffnung, welche sich aus den Distanzen von der blinden Mittellinie 11 bis l>, r, u, 8, t, v und w ergiebt,aus dem Centrum 1 des Grundrisses (Figur nd 13 u. 14) die mit x, i-, 8, t, u, v und ^ bezeichneten (auf derrechten Grundrißhälfte befindlichen) Kreislinien beschrieben, und aus den nämlichen Punkten sodann wagrechteLinien gezogen werden, welche die diagonale Linie x x (rechts) an den, mit x, 5, 6, 7, 8,9 und 10 markirten,Stellen durchschneiden, worauf schließlich die Distanzen des Grundrisses von 2 bis x, von r bis 5, von 8 bis 6,von t bis 7, von u bis 8, von v bis 9 und von ^ bis 10 im Aufriß auf den verschiedenen Gesimslinien von derblinden Mittellinie 11 aus nach x, 5,6,7,8,9 und 10 getragen werden und so die Punkte für die Zeichnung derKanten des mittleren Achtecks im Aufriß gefunden sind, ohne daß der vollständige, achteckige Grundriß gegebenwar. Die, in den Figuren 11 und 12 dargestellten, Schaftkapitäle, von welchen Figur 11 mit Maaßwerk, undFigur 12 mit Laubwerk verziert ist, enthalten zugleich auch zwei verschiedene Gewölbanfänge, welche zur Vervoll-