abgefaseten Ecke (links) gleich gehalten wurde, ist der Grundrißdiftanz x entnommen. Das kleine, mit e ebezeichnete, aus seinem, mit » markirten, Grundrisse aufgetragene Quadrat verbindet in der nämlichen Art dasabgefasete Eck mit dem obern Vierecke, wie unten das mit k i markirte Viereck den Sockelwasserschlag und denPfeilersockel mit einander vereinigt. Die Höhe 2 au des Schlußsimses ist der Distanz b b 8 Lm Grundrißquadrateentnommen. Der oberste Wasserschlag konnte wegen mangelnder Höhe der Kirchhofmauer nicht, wie alle übrigenWasserschläge, nach dem rechten Winkel gebildet werden; indessen ist seine Höhe aa b b dennoch einer Distanzdes Grundrißquadrats, nämlich der diagonalen Distanz v>4, entnommen. Hinsichtlich des (links gegebenen) Durch-schnitts des Grabsteines ist über das Steindach zu bemerken, daß die Distanzen a b und einander völlig gleichsind. Was die Art der Buchstabenformirung von Inschriften betrifft, so ist wohl die beste und solideste, wiezugleich wohlfeilste diejenige der vertieften Buchstaben, wie sie in dem hier gegebenen Grabsteine angewendet wurde,da, wenn die erhabenen Buchstaben (wie in der obern Aufschrift des Grabsteins im Vorlegeblatte xxxiv) nichtsehr hoch, sondern zu flach sind, weder schön noch leserlich ausfallen, außerdem aber viel theurer als vertiefte sind.
Ein zusammengesetzterer wagrechter Schluß eines Grabmonumentes könnte nach der, in Figur a<1 1 des Vorlege-blattes IV enthaltenen Form gebildet werden. Außer den wagrecht, entweder nur mit Simsen oder mit Zinnen,geschlossenen Monumenten ist deren Schluß in giebelartiger Form der gewöhnlichste, sei es, daß ein wirklicher,oder ein geschweifter Giebel angewendet wird. Die reichste Form ist diejenige einer vollständigen Wimberge (vergl.Figur I des Vorlegeblattes XVI). In dieser Beziehung enthalten die Figuren I, a6 I, b all I, und o att1 desVorlegeblattes XVI verschiedene Muster. Den freistehenden Monumenten kann man (der Kosten wegen) nichtimmer ein regelmäßiges Quadrat zum Grundrisse geben, sondern sieht sich gewöhnlich zu oblongen Formen ver-anlaßt; doch muß man darauf bedacht sein, daß Breite und Liefe nicht zu sehr von einander verschieden sind,weil, wenn die letztere zu gering ist, das Ganze nur wie eine Lheaterdecoration aussieht. An einem der, nachmeinen Zeichnungen ausgeführten, Grabmonumente, welches einem Geistlichen (auf dem Darmstadter Kirchhofe)errichtet wurde, mit einem einfachen, kreuzgekrönten, durch die ganze (ziemlich ansehnliche) Liefe gehenden Giebelversehen ist und in der Mitte eine spitzbogige Nische mit dem runden Brustbilds des Verstorbenen in geistlicherLracht enthält, brachte ich an den vier, in zinnengekrönte Baldachine endigenden, Eckftreben vier Bildsäulen an,auf welchen sich die vier Evangelisten (Copien in Sandstein nach Peter Bischer) befinden. Letzteres gab Veran-lassung, daß ich in den Kapitälen dieser Bildsäulen die vier Evangelisten-Symbole anbrachte, wovon die Figur 9des Vorlegeblattes XXI das Kapitäl mit dem Engel enthält. Freistehende viereckige Monumente können aber auchnach Art der oben erwähnten, auf vier Säulen ruhenden, Gewölbaltäre gestaltet sein, nur daß dann der untersteRaum, statt offen, sockelartig auszufüllen, und auf diesen Sockel zwischen die Säulen und unter das Gewölbe diebeabsichtigte Figur zu stellen ist, sei es, daß man die Statue des Verstorbenen geben will, oder in höherem Sinneeinen auferstehenden Christus, eine Maria, oder welche Figur sonst. In dieser Art habe ich das, in den Vorlege-blättern — XXXVIII und XXXIX bruchstückweise dargestellte, Monument*) gestaltet. Statt dasselbe in einem^xkleineren Maaßstabe, und das Innere ausgefüllt durch die Statue der Madonna, zu geben, was allerdingsals Zeichnung sich angenehmer ausgenommen haben würde, hielt ich es jedoch für nützlicher, von demeinmal angenommenen, größeren Maaßstabe nicht abzuweichen, sondern lieber die Haupttheile der ganzenConstruction (wenn auch nur in Fragmenten) zu geben. Zur Erläuterung muß ich Folgendes bemerken. DasMonument wurde auf einer nicht unbeträchtlichen Höhe vor einer Kapelle neben einer alten Linde errichtet.Wegen dieser Aufstellung im Freien mußte ich bedacht sein, den Zinnenschluß des Monumentes so zu construiren,daß das Regenwasser nicht innerhalb der Zinnen sitzen blieb. Ich bildete daher die, im Vorlegeblatte xxxix imGewölbgrundriß mit a f bezeichnete, Durchschnittslinie nur in ihrer vorder» Hälfte ab (gleich den beiden mit 66markirten Linien) geradlinig, die Hintere Hälfte e f dagegen gewölbt, wie man auch aus dem obersten Lheile desAufrisses Lm Vorlegeblatte XXXVIII ersieht, insofern hier der, im Grundriß mit f bezeichnete, Spitzbogenschlußder Rückwand sichtbar ist, ungeachtet der im Grundriß mit a markirte, innere Spitzbogenschluß der Vorderseitehöher liegt, als der im Aufriß sichtbare. Nach der nämlichen, gewölbten Linie e f (Grundriß) des inwendigenGewölbes gestaltete ich aber auch die von den Zinnen umschlossene Oberfläche des Gewölbes, wie aus denbeiden fragmentarischen (mit 7 und 8, dann 8, 9 und 10 bezeichneten, Stücken des Durchschnitts dieses Lheilsim Vorlegeblatte XXXIX ersichtlich ist. Zugleich brachte ich (s. das mit 8, 9 und 10 markirte Durchschnitts-fragment) auch innerhalb der Zinnen eine Wassernase an, damit der Regen nicht gerade in den Ecken und
*) Freiherr vr. v. Bernhard ließ dieses Monument zum Andenken seiner verstorbenen ersten Gemahlin (qcb. Gräfin Frokberaz d,,^ m ^ ,
München ausführen (von dessen Composition auch die unter dem Gewölbe stehende Statue der Maria mit dem Christuskinde istl m.d o e ^ "
Erolzhcim in Würtemberg aufstellen. ^ynstlisrinve ist), und aus dem Kapcllenbcrge zu