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styles auf den ältesten Rundbogenstyl in Frankreich, vorzugsweise im Süden (wie in der Provence ), dannin Spanien und England, ist eben so deutlich zu verfolgen, als leicht zu erklären aus der in diesen Ländern völligeinheimisch gewordenen, römischen Cultur und Kunst. Man Pflegte von den zahlreichen, römischen Bauten Säulenund andere Fragmente zu den ältesten, kirchlichen Bauten zu verwenden, deren Architecturstyl von gleichzeitigenSchriftstellern (besonders englischen) häufig mit dem Ausdrucke „opu8 romanum" bezeichnet wird. Die Ein-führung des Christenthums stand aber mit der römischen Architektur auf das innigste in Verbindung, indemsie den Basilikenbau mit sich brachte, daher die Nachrichten über die ältesten, christlichen Gemeinden wegen der,damit verbundenen, Kirchenbauten für die Geschichte der Architektur von Wichtigkeit sind. In Deutschland warjedoch, abgesehen von dem oben hervorgehobenen Umstände, daß hier die römischen Colonieen sich in den Grenz-ländern befanden, und die römische Cultur und das Christenthum in das Innere von Deutschland nicht einge-drungen waren, der fortwährende Kampf mit den Römern nicht nur Abwehr der antiken Kunst an und fürsich, sondern zugleich auch Veranlassung, daß die vorhandenen Bauwerke der Römer in ihren Grenzprovinzenauf das vollständigste zerstört wurden, so daß schon aus diesem einfachsten Grunde der Einfluß derselben aufdie älteste deutsche Architektur erschwert wurde. Fast alle, in den römischen Alterthumssammlungen aufbe-wahrten, Monumete und Fragmente sind ausgegrabene Gegenstände, und außer den in Trier befindlichenRuinen, und den an verschieden Orten zerstreuten Ueberresten von römischen Wartthürmen hat sich fast keineinziges römisches Gebäude oberhalb der Erde in Deutschland erhalten. Meine Ansicht, daß in Deutschland zugleich ein Kampf der verdorbenen römischen Architektur mit den ersten Anfängen urheimischer Bauart stattgefunden habe, werde ich weiter unten unter No. m. bei'm altfränkischen Style näher zu begründen suchen.
n. Uebergang von der antiken in die älteste christliche
Architektur.
s sind zwei verschiedene Baustyle, welche beide als der letzte Ausfluß dessen zu betrachten sind, was».M* vom entarteten antiken Style noch übrig war, und welche die Vorbilder wurden, nach welchen sich imallgemeinen die älteste mittelalterliche Architektur zu gestalten begann. Dieß ist der altrömische Basiliken-styl, und der neuere byzantinische Styl. Beide hängen mit der Einführung der christlichen Religion auf dasinnigste zusammen und erscheinen sohin als altchriftliche Architektur im Gegensatz zur heidnischen antikenArchitektur, ungeachtet beide aus den damals vorhandenen, entarteten Formen der letzteren hervorgegangenwaren. Wenn es sich je erwieß,daß die Hervorbringung eines neuen Architecturstyles niemals Sache der Erfindungsein kann, so war dieß damals der Fall, wo durch Einführung des Christenthums der mächtigste Antrieb hierzu
vorhanden war. Eine neue Kunstepoche kann aber nur als endliches Resultat der Bestrebungen von Jahr-hunderten hervorgehen, daher vielmehr das Christenthum als Bedingung der Möglichkeit eines neuen Baustylsvorangehen mußte, ehe letzterer möglich war. Man konnte anfänglich mehr nicht thun, als die vorhandenenspätrömischen Kunstformen den Bedürfnissen der christlichen Kirche auf die passendste Weise anzueignen.
Basilikenstyl.
en eigentlichen Anknüpfungspunkt zwischen der ausgearteten antiken, vielmehr spätrömischen, Archi-chitectur und jener der folgenden Zeiten bilden die alten, römischen Basiliken, welche als die Vor-d läufer der mittelalterlichen Kirchen im sogenannten vorgothischen oder Rundbogenstyle erscheinenDie altrömifchen Basiliken hatten aber ihr Vorbild im altgriechischen Style.
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