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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich / von Friedrich Vogel
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zum Vaterland? habe auch ihn Geringen vor etlichen Jahren angetrieben, von unsererStadt und Landschaft Zürich , neben seinen andern Berussgeschäften, so er ein wenigZeit erübrigen können, ein ziemlich großes Buch zusammenzuschreiben, das er hernachdem Druck übergeben" so glaube auch ich diese Bemerkungen und Ausdrücke voll-ständig auf mich selbst und mein Unternehmen anwenden zu dürfen, das nur durch be-harrliche Ausdauer zu Stande gebracht werden konnte, und von dem ich hoffe, daß esdazu beytragen werde, Jedermann zu offenbaren, welch' glückliches Volk wir seyn kön-nen, so wir ernstlich wollen.

Als ich die erforderlichen Notizen gesammelt hatte, entschloß ich mich nach reiflicherUeberlegung dazu, den Faden der historischen und statistischen Notizen da aufzunehmen,bis wohin er wenigstens theilweise geführt worden, d. h. mit dein Anfang der Zwan-ziger Jahre, jedoch mit Hinsicht auf die Lückenhaftigkeit in der Beschreibung der voran-gegangenen Zeit bey vielen Artikeln zurückzugehen bis in den Ansang des gegenwärtigenJahrhunderts, bey einigen wenigen noch weiter hinaus. Auf diese Art ist ein Werkentstanden, das, im Ganzen unabhängig von den frühern Bänden der Me-morabilien, die neue Zeit und ihre äußern Erscheinungen nach allen mög-lichen Richtungen hin zu beleuchten sucht und sich von den vorangegangenenChroniken wesentlich dadurch unterscheidet, daß den äußern Erscheinungen, wie sie sich in jedereinzelnen Gemeinde des Cantons in der jüngstverflossenen Zeit offenbart haben, weitmehr Aufmerksamkeit als früher geschenkt wird. Man hat hie und da mir den Vor-wurs machen wollen, daß die Notizen über das Bauliche zu viel Raum einnehmen, unddaß solche den Hauptinhalt vieler Artikel ausmachen, und geglaubt, mein amtlicher Be-ruf habe dem Werk diese Färbung gegeben; allein ich frage: Sind nicht gerade Bau-ten die wesentlichste äußere Erscheinung, womit sich das verflossene Jahr-zebend und sein schaffender Geist ankündiget? Gibt es wohl einen verhältniß-mäßig gleich großen Zeitabschnitt, der in dieser Beziehung den Dreyßiger Jahren nurvon ferne gliche? Wohl wurden zu allen Zeiten öffentliche Bauten ausgeführt, aber soviele bey uns gleichzeitig von Staat und Gemeinden noch niemals unternommen als inder eben erwähnten Zeit.

Eben so große Aufmerksamkeit als den Bauten habe ich dem Schulwesen und seinen