Erscheinungen, dieser köstlichen Perle der Neuzeit, gewidmet, auch hier von der Ansichtausgehend, daß kaum wieder eine Zeit erscheinen dürfte, wo in so wenigen Jahren soRühmliches erstrebt und geleistet wird, als in der jüngstverfkossenen. Mancher, dermit Hast und Neugierde die einzeln erschienenen Hefte der Chronik durchsuchte, und welcherglaubte, seinen Parteyeifer beym Durchlescn befriedigen zu können, hat sich vermuthlichbitter getäuscht. Wohl ist vom Beginn der Staatsumwälzung im Jahr 1830 bis zumSchlüsse des Jahres 1839 keine politische Begebenheit vergessen geblieben, aber ein Ur-theil über dieselben hat die Chronik, getreu ihrem Charakter, nicht gefällt, dieses gänzlichden Lesern überlassend. Wahrheit und Treue in der Erzählung ist das Hauptaugenmerk,von dem ich Hiebey ausgegangen bin. Habe ich diese erreicht, so fühle ich mich über-aus glücklich, und ich darf mich dann vollständig über meine Tendenz beruhigen.
Man hat hie und da sich geäußert, die Begebenheiten der letztverfkosseneu Zeit undihre Erscheinungen liegen noch zu nahe und seyen dem Gedächtniß nur zu gut einge-prägt, als daß es setzt schon einer Chronik der Neuzeit bedürfte. So hätte man allen-falls in frühern Jahrhunderten sprechen können, d. h. in den Zeiten der tiefsten Ruheund Stagnation, gegenwärtig aber nicht; denn mit sehr oft nur zu stürmischer Eile jagtein Ereigniß, ein Zustand, eine Erscheinung die andere. Wer will dieses Alles im Ge-dächtniß behalten, wie Viele können die Schriften ankaufen und sammeln, welche überEinzelnes erscheinen? Ich glaube also vielmehr, ein Werk, das mit Umständlichkeit dieHaupterscheinungen der jüngstverfkossenen Zeit schilderr und darstellt, sey Bedürfniß, unddaß dieses vorhanden, zeigt sich aus der großen Theilnahme, welche die Chronik in allenTheilen des Cantons gefunden hat, die es mir möglich machte, das Werk und zwar inkürzerer Zeit, als ich selbst je als möglich dachte, zu Tage zu fördern und den zahlrei-chen Subseribenten zuzustellen.
Hiebey finde ich mich verpflichtet, den Hrn. Jvh. Jakob Hörner, Oberlehrer, undGerold Meyer von Knonau, Staatsarchwar, öffentlich meinen Dank zu bezeugen,für die Bereitwilligkeit, womit Sie mir bey der Grundlegung der Chronik mit ihrenEinsichten an die Hand gingen, dem Hrn. Pfarrer Salomon Gutmann in Grei-fe nsee für sehr werthvokle Beyträge, dem Hru. Hs. Jakob Holz halb, Seeretair derStadtpolizey, für die freundschaftliche Beyhülfe bey den zahlreichen Correkturen. Großen