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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich / von Friedrich Vogel
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und verkauften das andere. Dadurch wurde die große Gütermasse in kleinere Partien getheilt,weit erträglicher und gab der Landöconomie, die bey dem immer mehr sinkenden Fabrikvcrdienstwieder in Aufnahme kam, neues Leben und Nahrung. Im nämlichen Jahre wurden die Pfrund-güter, bestehend in 21/4 Jucharten Vaumgarten, nebst der Scheune um 910 fl. verkauft.

Ao. 1836 wurde zwischen dem Staat und der Gemeinde bezüglich auf Kirche und Pfarrhausein Vertrag abgeschlossen, in Folge dessen für alle Zukunft die Gemeinde die Kirche, der Staatdie Pfarrgcbäude zur Unterhaltung übernimmt und letzterer der erstern 1875 fl. bezahlte.

In den Jabren 1837 und 1838 wurden bedeutende Reparaturen an der Kirche, die zwi-schen Ober- und Unter-Affoltern auf freyem Felde steht, vorgenommen.

Albis.

Statt der außerordentlich steilen und auch zu schmalen Straße über diesen Berg wurde inden Jahren 18371839 eine neue angelegt, die auf der Nordseite beim Wirthshaus am Untcr-Albis beginnt und sich von da in mannigfachen Krümmungen und künstlichen Anlagen bis aufdie Höhe zieht, wo sie bey dem Wirthshaus Ober-Albis vorbcyführt. Jenseits am südlichen Ab-dang zieht sich dieselbe ebenfalls in mehreren Krümmungen, statt wie ehemals nach Türlcn undVollenweid, gegen Alt-Riedmatt hinunter. Diese neue Straße mißt vom Unter-Albis bis Ried-matt 16,357 Fuß. Die größte Steigung der Straße beym Unter-Albis beträgt 9i/z, im übrigenhöchstens 70 /g. Seit dem Hcumonat 1837 befählt die tägliche Post nach Brunnen dieselbe. DieKosten der Straße betrugen bis gegen Ende des Jahres 1839 circa 52,000 fl. Auf der nörd-lichen Bergseite, wo man von der Straße aus einer ausgezeichnet schönen Aussicht genießt, istdie Straße sehr den Erdschlipfen ausgesetzt.

Albis-Affoltern (siehe Affoltern).

Albisrie-en

bildet in kirchlicher Beziehung eine Filiale der Stift.

Die Gemeinde zählte Ao. 1736 . 429 Seelen.

1836 . 496

Die Kirche wurde Ao. 1817 neu erbaut.

In den Jahren 1829 und 1830 wurde eine neue Landstraße von Albisrieden über denBerg gegen das Knonaueramt angelegt, die oberhalb dem Dorf beginnt und etwas steil inmannigfachen Krümmungen den Berg hinansteigt.

Ao. 1831 ward das im Umfang dieser Gemeinde befindliche Hochgericht demolirt und imJahr 1838 unweit der Stelle desselben ein Pulvermagazin erbaut.

Das Uebrige siehe Antiquitäten.

Allcnmoos (siehe Schwamendingen).

Allentvinden , Goßau, (siehe Feuersbrünste, 1830).

Almosenamt.

Diese schon seit den Zeiten der Reformation bestandene abgesöndcrte wohlthätige Verwal-tung, welche aus den ihr zugewiesenen Einkünften an Grundzinsen, Erblehen- und Gültzinsen,