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Ein Jahr nachher wurde unter Aufsicht der nämlichen Bau-Commission ein Gemeindhaus, dasjetzt auch zugleich als Schlacht- und Wirthshaus dient und 3057 fl. 26 ß. 3 hlr. kostete, er-baut. Seither wurde dieses Gebäude von Zeit zu Zeit verpachtet. — Bey der Brandstiftungin der Spinnerey zu Ober-Uster am 22. November 1832 waren auch mehrere Individuen ausder Gemeinde Bärctschweil betheiligt. — Im Jahr 1836 wurde zu Bäretschweil ein neuesSchulhaus gebaut, das zwey Lehrzimmer und zwey Lehrerwohnungen enthält. — Im nämlichenJahr erbaute die Schulgemeinde Adetschweil um die Summe von circa 9300 fl. (mit Inbe-griff des Baulokals), an welche der Staat einen Beytrag von 1250 fl. leistete, ein neuesSchulhaus, das auf einem freyen Platz, welcher eine herrliche Aussicht darbietet, steht undin allen Beziehungen aufs Beste eingerichtet ist. Es enthält zwey Lehrzimmer und zwey Lehrer-wohnungen. Bey der Grabung des Fundamentes wurden mehrere Hünengräber und Geräth-schaftcn entdeckt. Merkwürdig ist auch, daß sämmtliche Mauern des Schulhauses aus einem
einzigen Stein gebaut worden sind, der aus einem nahe liegenden Acker gesprengt wurde. —
Seit 1836 fährt wöchentlich drey Mal, am Sonntag, Dienstag und Freytag, ein Eilwagcn,
unter dem Namen Bäretschweiler-Post, über Wetzikon und Uster nach Zürich und zurück. —
Anno 1837 wurden zwey Schulhäuser gebaut, das eine im Hof bey Müdspach, welches5359 fl. 15 ß. kostete, an welche Summe der Staat 1125 fl. beytrug. Es enthält ein Lehr-zimmer und eine Lehrerwohnung. Das andere auf Fehren waltsper^; dieses, eines der ge-lungensten, kostete, mit Inbegriff des Baulokalsund eines laufenden Brunnens, 6094 fl. 15 ß.,woran der Staat 1000 fl. beytrug. Es enthält ein Lehrzimmer und eine Lehrerwohnung. —Anno 1838 ging die Collatur der Pfarrpfründe durch Vertrag von der Familie Landenberg anden Staat über, der nun das Pfarrhaus, welches im Jahr 1812 von dem damaligen Colla-tor neu, aber höchst unzweckmäßig erbaut wurde, und die übrigen Pfarrgebäude zu unterhal-ten hat. — In den Jahren 1838 und 1839 wurde vom Staat eine neue 8300 Fuß langeLandstraße nach Bauma angelegt. — Anno 1839 wurde auch in Wappen schwell undTanne der Bau neuer Schulhäuser begonnen.
Als im September 1839 der Große Rath alle wegen der Brandstiftung in Uster noch inder Strafanstalt sich Befindenden begnadigte, kehrten, nebst den, den andern Gemeinden desEantons Angehörigen, auch sieben Bäretschweiler in ihre Heimath zurück und wurden daselbstmit Freudenthränen empfangen.
Das Weitere, siehe Antiquitäten, Feuersbrünste (1821, 1827, 1830, 1831, 1832) undvolitische Begebenheiten (1831 und 1832).
Bäthäuser.
Diesen Namen führen theils die Capellen für Abhaltung des Gottesdienstes in den Ge-meinden Oberstraß , Fluntern , Wiedikon und Enge, theils auch die Abdankungsgebäude auf denKirchhöfen zu St. Leonhard und im sogenannten Krautgarten.
Bättag.
Durch Beschluß der Tagsatzung vom 1. August 1832 wurde festgesetzt, der gemein-eidge-nössische Dank-, Büß- und Bättag soll künftig in allen Ständen der Eidgenossenschaft immer