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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich / von Friedrich Vogel
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Egg.

Diese Gemeinde zählte:

im Jahr 1774 ..... 1757 Seelen.

1836 . 2453

Innert 25 Jahren, von 1812—1837, wurden 45 neue Häuser in der Gemeinde gebaut,ein Beweis des Wachsthums derselben.

Anno 1819 ward die .Zehntenscheune zu Eßlingen für 505 fl. verkauft, — 1821 einebedeutende Reparatur an der Kirche, die im I. 1742 neu erbaut worden ist, ausgeführt,das Chor und der Chorbogen niedergerissen, die Kirche gegen Morgen um 4 Schuh verlängert,eine zweyte Emporkirche in dem neuen Anbau mit 81 Stühlen angebracht und die ganze Kirchemit schöner Stukkatur verziert, auch der Thurm und die Uhr zu gleicher Zeit ausgebessert, dieZeittafeln vergoldet u. s. f. Alles zusammen kostete beyläufig 10,000 fl., an welche Summe derStaat unter der Bedingung, daß die Gemeinde in Zukunft den Unterhalt des Thurms undChors übernehme, einen Beytrag von 625 fl. gab. Beynahe die ganze Summe der Baukostenkonnte aus dem Erlös der gewonnenen Kirchenstühle bestritten werden. — Ao. 1825 wurdedie Schulgemeiude Hinteregg von derjenigen von Egg abgetrennt und im nämlichen Jahrdaselbst ein neues Schulhaus erbaut, das circa 3000 fl. kostete, an welche Summe derStaat einen Beytrag von 180 fl. gab. — Ao. 1832 wurde die Zehntenscheune zu Egg für435 fl., — 1833 die Pfrundgüter, bestehend aus 2^/z Vierl. Baumgarten, circa 9 Juch. Wiesen,l'/i Juch. Acker, 1 Juch. Strohriedt und 5 Juch. Waldung, nebst der Pfarrscheune und Trotte,für 7550 fl. verkauft. — Am 5. April 1832 geriethen zwey Brüder wegen Theilungihres Gartens und der darin enthaltenen Blumengewächse in Streit, und im Zorn schlugder ältere mit der Grabschaufcl den jünger« vor den Kopf, so daß er sogleich bewußtlos nie-dersank und nach einigen Stunden starb. — Im I. 1834 erbaute die Schulgemeiude Eggauf einem Acker der ehemaligen Pfrundgüter ein neues Schulhaus mit zwey Lehrzimmern undzwey Lebrerwobnungen, welches 6000 fl. kostete, an die der Staat einen Beytrag von 625 fl.leistete. Am 2. Jenncr 1835 wurde das Schulhaus eingeweiht. — Sonntags den 14. Hor-nung 1836 wurde ein Mann von 55 Jahren in der Kirche während des Gesanges und vor derPredigt vom Schlage gerührt, starb sogleich und wurde nach dem Gesang, zum Schrecken derAnwesenden, entseelt hinweggetragcn. — Am 20. Wintermonat 1837 ward in Egg eineSekundärschule eröffnet, deren Lokal sich in dem neuen Schulhaus befindet.

Das Weitere, siehe Feuersbrünste (1821, 1822, 1831 u. 1836).

Gglisau.

Das Städtchen Eglisau nebst den Ortsgegenden Burg, Egg, Graben, Oberriedt, Seg-lingcn, Steig, Weyerbach und Wyler, und dem Dorf Tößriedern nebst der dortigen Ziegel-hütte bilden die Kirchgemeinde, die ungefähr 1600 Seelen zählt. Das Städtchen liegt amrechten Ufer des Rheins, Seglingen gegenüber, wohin eine 1809 und 1810 erbaute 300 Fußlange und 28 Schuh breite hölzerne gedeckte Brücke, die nebst den Umgebungen circa 45,000 fl.kostete, führt.