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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich / von Friedrich Vogel
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Im Jahr 1821 erbaute die Schulgemeinde Huggenberg ein neues Schulhaus mit Lehrer-wohnung, das circa 1100 fl. kostete, an welche Summe der Staat 125 fl. beytrug; im näm-lichen Jahr ward ein solches ohne Lehrcrwohnung zu Dickbuch erbaut, das 1200 fl. kostete. —Ao. 1825 wurde an der Kirche zu Elgg eine Hauptreparatur vorgenommen, bestehend in Er-richtung eines neuen Dachstuhls, Erbauung einer Emporkirchc und Anbringung einer Gyps-decke mit einfacher, aber geschmackvoller Verzierung. Die Unkosten betrugen 5878 fl. 16 ß.,an welche der Staat einen Beytrag von 400 fl. gab. — Im I. 1826 verkaufte der Staat diePfrundgütcr im Stirzcnthal für 1400 fl., im I. 1833 die übrigen, bestehend in 3^/z VierlingBaumgartcn, lj /4 Juch. Wiesen, 1/2 Juch. Pünten und 3 Vierling Reben, für 2,230 fl.

Die Hauptstraße nach St. Gallen, die sich durch Schottikon gegen Elgg und von da nachAadorf hinzieht, wurde in den Jahren 1830—1832 von Schottikon bis Elgg bedeutend verbessert;1833 von Elgg bis zur Glashütte und im folgenden Jahr bis zur Thurgauischen Grenze ein neuerStraßeuzug von circa 3000 Fuß Länge angelegt; die Erweiterung der Straße durch den Fleckenselbst war mit großen Schwierigkeiten verbunden.

Ao. 1833 erbaute die Schulgcmcinde Schottikon ein neues Schulhaus mit Lehrcrwohnung,das 2000 fl. kostete, an welche Summe der Staat einen Beytrag von 400 fl. leistete. Bey derEinweihung zog der Lehrer mit allen Kindern, die mit Kränzen geziert waren, unter anmuthi-gcm Gesang, begleitet von den Gemeindsvorstehern, in das Schulhaus, wo sie der Pfarrermit einer Rede begrüßte. — Ao. 1836 erbaute die Schulgemeinde Hofstettcn ein eigenes, frey-stehendes Schulhaus, ohne Lehrcrwohnung, welches 1323 fl. 32 ß. kostete. — 1837 wurde einezersprungene Glocke umgegossen und andere Reparaturen an der Kirche vorgenommen, was zu-sammen über 1000 fl. Kosten verursachte.

Bemerkenswerth ist, daß ein geistesschwacher Mann zu Schcunberg in der Nacht vom24. auf den 25. Jcnner 1840 bey außerordentlich stürmischer Witterung ganz angekleidet sichvon Haus entfernte, drey Tage lang von der ganzen Gemeinde gesucht, und erst am neuntenTag an einem heitern und ziemlich freyen Platz in einer Waldung, unangetastet von Thieren,gefunden wurde. Er hatte das Hemd neben sich liegen.

Das Weitere, siehe Bergbauwesen und Feuersbrünste (1822 und 1839).

Ellikon

ist eine der kleinern Kirchgemeinden des Cantons .

Sie zählte im Jahr 1736 . . . 405 Seelen.

„ 1836 . . . 523

Die kirchlichen Verhältnisse dieser Gemeinde sind noch die nämlichen, wie früher, d. h. derPfarrer hat abwechselnd mit demjenigen von Hüttlingen auch die Thurgauische Filiale Ueßlingenzu vcrscben. Die Pfarrgebäude zu Ellikon werden von der Gemeinde unterhalten. — Ao. 1833wurden die Pfrundgütcr, bestehend in circa 3 Vierling Baumgarten und lst /4 Juch. Wiesen, fürbeyläufig 650 fl. verkauft. — Die kleine Schulgemeinde Herten , mit welcher auch Veldi verbundenist, erbaute im Jabr 1837 ein neues Schulhaus, ohne Lehrerwohnung, welches 3500 fl. kostete.— Die Gemeinde Ellikon hat, nachdem das Mesmcrhaus von der Kirch- der Schulgemeindeabgetreten worden, dasselbe zum Schulhaus mit Lehrerwohnung bestimmt, und im Jahr 1838