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richt von einzelnen Siegen, die sie über die Türken erfochten, auch zu uns gelaugte. Sie zucrmuthigcn, standhaft auszuharren im Kampf, ihnen die Mittel zum Widerstand zu verschaffen,bildeten sich in den meisten christlichen Ländern und so auch namentlich bey uns Griechcn-Vereine, (siehe diesen Artikel) welche freywillige Steuern zusammenlegten, um Kriegern, dienach Griechenland reisen wollten, Unterstützung, den Griechen selbst Waffen und menschenfreund-liche Hülfe zu verschaffen.
In den ersten Tagen des Jahres 1823 gelangte an den Zürchcrischen Central-Verein dieNachricht, daß nächster Tagen eine Anzahl Griechen, welche aus Bcffarabien durch einen Theilvon Rußland , Polen , Schlesien , Sachsen und die süddeutschen Staaten gewandert waren, inZürich eintreffen werden. Am 21. Jenner kam der erste Transport derselben von Schaffhausen her an, ungefähr 20 Mann. Sie wurden in den Gasthöfcn zum Hirschen und zum Löweneinlogirt. An den folgenden Tagen trafen neue Abtheilungen, nachdem die ersten: wieder abge-gangen waren, ein, gewöhnlich 20—28; doch stieg diese Zahl mehrmals auf 30, ein einzigesMal sogar auf 40, und die Zahl der Durchreisenden betrug bis Ende August im Ganzen 160Mann. Mit dem nämlichen Enthusiasmus, wie in der Stadt, wurden sie auch auf der Landschaftaufgenommen, so z. B. in Winlcrthur; ferner verpflegten die Hrn. Gebrüder Hüni in Horgen während mehreren Monaten einen Griechen in ihrem Hause, eine Gesellschaft in Wädenschweilbeherbergte während vierzehn Tagen eine Abtheilung von 8 Mann, ebenso eine Gesellschaft inStäfa . Am 29. März ertheilte die Militär-Commission Bewilligung, daß die später ankom-menden Griechen in der Casernc aufgenommen werden konnten.
Die hier Angetroffenen Griechen waren weitaus die meisten Seeleute, die sich beym Aus-bruch der griechischen Insurrektion theils auf dem schwarzen Meer befunden hatten, theils sich vonConstantiuopel dahin flüchten konnten, und die sich später nach Odessa begaben, oder solche,welche sich bey jenem Ausbruch in Gallatz aufhielten und sich von da in die Oesterreichischenund Russischen Staaten zurückzogen; andere waren Sulioten, Epiroten, Albaneser u. s. f., die,theils den Verfolgungen der Türken zu entgehen, sich nach Bulgarien und der Wallachey flüch-teten, theils nach der Zerstreuung der Truppen des Pascha von Janina neues Brot bey neuenHerren suchten, darunter auch einige Räuber-Chefs, die früher ihr Handwerk bey den Türkenprivilegirt getrieben hatten. Alle diese Flüchtlinge hatten sich in Odessa zusammen gefunden undda den Entschluß gefaßt, den weiten Weg zu Fuß anzutreten, um wo möglich nach ihremVaterland zurückzukehren. Ungeachtet diese Flüchtlinge nicht zu den gebildeten Classen gehörten,waren weitaus die meisten fähig, das Neu-Griechische zu schreiben, mehrere batten geographischeund geschichtliche Kenntnisse, alle offenbarten besonders eine große Liebe gegen die Kinder, vonwelchen sie auch in den Gasthöfen umlagert und ihnen allerley Eßwaarcn gebracht wurden,wofür die Griechen sich Mühe gaben, den Knaben das griechische Alphabet beyzubringen. Aberauch Erwachsene aus allen Ständen drängten sich besonders des Abends hinzu, um die inte-ressanten Physiognomien dieser Männer zu sehen oder sich mit ihnen so gut als möglich zuunterhalten und so ihre Schicksale zu erfahren. Die meisten hatten merkwürdig ausgeprägteGesichtszüge, von denen die einen Kraft und Ausdauer, andere Gutmüthigkeit, manche aberauch eine gewisse Wildheit und Schlauheit verriethen. Ganz besonders zogen die Aufmerksam-keit der Besuchenden auf sich, ein älterer Mann, gebürtig aus der Insel Hydra , Stammato Ni-