248
Bann von Henggart führende, nunmehrige Hauptstraße nach Andelfingen vom Staat neuangelegt.
Das Uebrige, siehe Feuersbrünste (1824).
Hermathschweil, siehe Pfäffikon.
Herrliberq.
Die Gemeinde zählte:
im Jahr 1736 .... 900 Seelen.
1836 .... 1073
Die kirchlichen Verhältnisse derselben, bezüglich auf die Filiale Wetzweil, sind noch die näm-lichen wie ehedem.
Der Staat besaß früher zwey Lehen in dieser Gemeinde, welche im I. 1833 und zwardas Eberlische, enthaltend Hans, Scheune, Schweinstall, Kraut- und Baumgarten, ungefähr8 Juch. Wiesen, 4 Jnch. Feld und 3s/2 Juch. Neben, für 9680 fl., das andere, Falkische, ent-haltend Haus und Scheune, Kraut- und Baumgarten, circa 5 Juch. Wiesen, 4 Juch. Feldund 4>/2 Juch. Reben, für 8135 fl. verkauft worden. Im nämlichen Jahr wurde auch das demStaat gehörende Banuholz um circa 3150 fl. veräußert. — Die Pfrundgüter, bestehend inetwa t t /2 Juch. Wiesen, wurden in eben diesem Jahr nebst der Trotte um die sehr bedeutendeSumme von 3630 fl. verkauft.
Die äußerst steile und zum Theil gefährliche Landstraße, welche außerhalb Erlenbach einensteilen Berg hinan sich wand und bey der Kirche zu Herrliberg einen jähen Abhang hinabführte, wurde in den Jahren 1833 und 1834 nach Besiegung vieler Schwierigkeiten durch eineneue ersetzt, die sich von der Grenze der Gemeinde Erlenbach an, bey dem Landsitz Schipfvorbey, ganz längs dem Seeufer hinzieht und an der Grenze der Gemeinde Meilen sich wiedermit der alten Landstraße verbindet. Diese Straße, die von dem Ingenieur La Nicca ausGraubündten ausgeführt wurde und zum Theil eine wirkliche Kunststraße ist, kostete in ihrerAnlage 26,300 fl. Seit dieselbe erbaut ist, hat sich der Verkehr in dieser Gemeinde ganz andas Seeufer concentrirt und es sind dort viele neue Bauten entstanden.
Im I. 1839 wurde das alte Schulhaus durch wesentliche Reparaturen in ein neues schönesumgewandelt und es befindet sich nun in demselben ein großes Lehrzimmer mit einem Mantel-ofen, welchen Hr. Escher, Besitzer des Landgutes Schipf, schenkte, und eine bequeme Lehrer-wohnung. Die Kosten der Baute betrugen circa 3000 fl.
Das Uebrige, siehe Feuersbrünste (1837 und 1838).
Herrschmettlen, siehe Goßau.
Hcrten, siehe Ellikon.
Herzogenmühle, siehe Wallisellen .
Der Staat besaß früher in dieser Gemeinde zwey Lehen mit circa 90 Juch. Land, die imJahr 1810 in Crblehen verwandelt wurden.