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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich / von Friedrich Vogel
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seither von der Schulgenossenschaft gänzlich abbezahlt und ein Schulfond von beyläufig 1500bis 1600 fl. zusammengelegt worden.

In den I. 1835 und 1836 erbaute die Schulgemeinde Höhe ein ganz neues Schulhaus,in welchem sich, außer den Schnlzimmern, Wohnung für zwey Lehrer befindet, und welches eineungemcin schöne Lage hat. Dasselbe kostete circa 5270 fl., wobey aber das meiste Bauholz,sowie der größte Theil der Frohnen und Fuhren nicht inbegriffen sind. Der Staat leisteteeinen Beytrag von 8121/? fl. Dieses Schulhaus wurde am 5. Christmonat 1836 ein-geweiht.

Die Pfrundgüter zu Hirzel , bestehend aus 8^/4 Juch. Wiesen und Weid und 2 Juch. Holz,wurden nebst der Scheune im I. 1833 für 3347 fl. verkauft.

Im I. 1830 ward vom Staat ein neuer Straßenzug von 8500 Fuß Länge von der Sihl -brücke bis zur Kellen in der Richtung gegen Wädenschwcil angelegt.

In der Nähe der Sihlbrücke mußte eine starke Concave der Sihl mit einer Steinbekleidunggesichert werden.

Das klebrige, siehe Feuersbrünste (1819, 1828 u. 1838).

Hittenberg, siehe Wald und Feuersbrünste (1833).

Hittnau .

Im I. 1827 sprang von den zwey Glocken im Kirchthurm die eine entzwey und es wurdebeschlossen, dieselbe umgießen zu lassen und zugleich eine dritte, größere Glocke anzuschaffen,welche in der Gießercy von Füßli verfertigt wurde und zur Freude ausfiel, so daß gegenwärtigdas Geläute harmonisch ist.

In dem bemerkten Jahr erbaute die Schulgemeinde Ober-Hittnau in der Mitte desDorfes ein neues Schulhaus ohne Lehrerwohnung, welches 2000 fl. kostete, an welche Summeder Staat 125 fl. beytrug. Im I. 1838 wurde dasselbe aber erweitert und eine Lehrerwoh-nung erbaut, was der Gemeinde wieder 2200 fl. Kosten verursachte.

Sonntags den 20 . May 1831 wählte die Gemeinde aus einem Dreyervorschlag des Kir-chenraths einen neuen Seelsorger, den Hrn. Pfarrer Denzler. Diese war die erste Pfarrerwahldurch die Gemeinde selbst.

Die Pfrundgüter, bestehend aus circa 7000 Quadratfuß Baumgarten, 6000 QuadratfußPünten, circa 1/2 Juch. Acker, 31/2 Juch. Wiesen und 11 Juch. Holz, wurden im I. 1833um 3503 fl. verkauft.

Im I. 1834 wurde der Kirchhof erweitert und neu angelegt. Der Staat gab dazu mehrals die Hälfte von dem angrenzenden Pfarrgarten, wogegen die Gemeinde, nachdem sie einigePrivatgärten angekauft hatte, einen neuen Pfarrgarten anlegen mußte.

Ao. 1835 renovirte die Schulgemeinde Dürsteten ihr im I. 1800 erbautes Schulhausmit einem Kostenaufwand von 1200 fl.; dasselbe hat keine Lehrerwohnung.

Die Civilgemeinde Ober-Hittnau ließ im I. 1839 durch die Mechaniker Hofmann undWeber in Uster eine neue Saugfeuerspritze verfertigen, die erste dieser Art im Bezirk Pfäffikon.