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akademischen Senat, welchem die Aufsicht über die Studirenden zusteht, der für die planmäßigeVermehrung der wissenschaftlichen Sammlungen zu sorgen dat und als Organ der Hochschuledie geeigneten Anträge an den Erziehungsrath stellt. Dieser wählt aus der Mitte des akade-mischen Senats den Rektor der Hochschule. — Für die Bedienung derselben ist ein Pedellangestellt, welcher freye Wohnung und -400 Frku. Besoldung hat. — Die Ockonomic der Hoch-schule wird von dem Cantons-Schulvcrwaltcr besorgt (siebe Eantonsschule).
In den sämmtlichen Fakultäten sind halbjährige Cnrsc von Ostern bis Michaeli und vonMichaeli bis Ostern festgesetzt. Das Verzeichnis der Vorlesungen wird von den einzelnenFakultäten dem Erziehungsrath mitgetheilt und nach dessen Genehmigung jedes Mal von demakademischen Senat im Amtsblatt bekannt gemacht.
Durch gesetzliche Bestimmung vom 23. März 1833 wurde der Erziehungsrath bevollmäch-tigt, unter Vorbehalt der Bestätigung durch den Regierungsrath, ausgezeichneten Männern denTitel und die Berechtigungen von ordentlichen Professoren zu ertheilen und der Hochschule dasRecht zuerkannt, in den verschiedenen Fakultäten denjenigen, welche die erforderlichen Eigen-schaften nach sorgfältiger Prüfung bewiesen baben, den Doctorgrad zu ertheilen.
Im Anfang des Jahres 1833 wurden sodann von dein Regierungsratb die Professuren ander Hochschule auf Mschlag des ErzlclMgsrMs befctzs und unter ander» berufen: ProfessorSchönlein an die medizinische Fakultät, Oken als Professor für Natur-Wissenschaften, späterReltig als Professor der Theologie rc.
Montags den 29. April 1833 fand die Einweihung der Hochschule in der Großmünster-kirche Statt. Mit dem Schlag 10 Uhr ertönten sämmtliche Glocken auf den Hauptthürmenund dazwischen wurden 24 Kanonenschüsse losggfenert. Vom Rathhaus, wo die Behörden sichversammelten, die Marktgassc hinauf, längs der Postgasse und beym Hauptcingang in die Kirchewaren auf beide» Seiten Truppen aufgestellt. Der Zug bewegte sich langsam vom Ratkbaushinweg der Kirche zu, voran ein Piquet Infanterie, dann alle Wcibel mit der Standesfarbe,hierauf ein Kanzlist, der auf einem schwarz saminetnen Kissen die auf Pergament geschriebeneund mit dem großen Staatssiegel versehene Stiftnngsnrkunde der Hochschule und Cantonsschulctrug, dann die drey Staatsschrciber, der Regierungürach, das Obergericht und seineKanzley, der Staatsanwald und sein Adjunkt, das Eriminalgericht und der Gerichts-Schrcibcr, der kantonal - Derbörrichtcr und sein Adjunkt, der Pedell des Kirchenrathesmit zwey Abwarten, der Kirchenratk, der Erziebungsratk, die Aufsichtsbehörden des Gymna-siums und der Industrieschule, der Pedell der Hochschule sammt zwey Abwarten, der Rektorder Hochschule, die Professoren der vier Fakultäten, die Privat-Docenten, die Rektoren undProrektoren des Gymnasiums und der Industrieschule, die Professoren und Lehrer der Eantons-'schule, sowie die Lehrer des Seminars; alle diese benannten Behörden gmgen paarweise; denZug schloß ein Piqnct Infanterie. Die Gesandten der so eben in Zürich anwesenden Tag-satznug, die eidgenössische Militair-Aufsichtsbehörde, die Beamten der eidgenössischen Kanzley,die Mitglieder des Großen RarbeS, der Statthalter von Zürich und der Stadtrath, sowie auchdie Studirenden und die Cantonsschüler hatten sich schon vorher in die Kirche verfügt, und dieihnen von den bey den verschiedenen Eingängen aufgestellten Sekretairs und Kanzlisteu, sämmt-lich in schwarzer Kleidung und mir weiß und blauen Binden am Arm, angewiesenen Plätze