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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich / von Friedrich Vogel
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eingenommen. Vor der Kirche war eine Militair-Musik aufgestellt, welche zu spielen begann,als der Zug sich näherte. Nach Ankunft in der Kirche eröffnete die Musik-Gesellschaft denfeyerlichen Aktus, der Männerchor sang ein Lied, und dann hielt der Präsident des Erziehungs-rathes, Hr. Bürgermeister Hirzel, eine Rede, worin er die Stiftung der Hochschule ankündigte,die Anwesenden willkommen hieß und seine Wünsche und Hoffnungen aussprach. Hierauf sangder Männerchor wieder ein Lied, dann hielt der Rektor der Hochschule, Hr. Professor Oken,eine Rede, worin er unter Andern! sagte,daß Zürich schon seit alten Zeiten mannigfaltige und selbst universitätsartige Anstalten in seinen Mauern gehegt habe, welche Ruhm und Nutzenverschafften: allein sie seyen nicht vollständig und nicht harmonisch verbunden gewesen. DieseErgänzung und Verbindung sey nun geschehen." Hierauf folgte wieder ein Gesang desMännerchors; dann wurde die Stiftungsurkunde durch den ersten Staatsschreiber verlesen undhierauf solche von dem Hrn. Amtsbürgermeister Heß dem Rektor mit einer Anrede übergeben.Dieser beantwortete dieselbe in einem zweyten Vertrag; sodann ward noch ein Lied von demMännerchor gesungen, die Instrumental-Musik ließ sich wieder hören, 24 Kanonenschüsse er-tönten und der Zug bewegte sich in der nämlichen Ordnung wieder auf das Rathkaus zurück,nur daß jetzt der Pedell die Urkunde trug. Nachmittags fand auf Kosten des Staats ein Malstim Easino Statt, an welchem alle Behörden und Lehrer, welche den Zug gebildet, sowie allediejenigen, welche in der Kirche Ehrenplätze erhalten hatten, die Officiere der aufgebotenenMannschaft, die dienstthuenden Rcgierungs-Sekretairs und Kanzlisten u. s. f. Antheil nahmen.

Bey Eröffnung des ersten Curses befanden sich an der Hochschule 161 immatrikulirteStudenten, nämlich 16 bey der theologischen, 26 bey der staatswisscnschaftlichen, 98 bey dermedizinischen und 21 bey der philosophischen Fakultät.

Seither hat sich dieses Verhältniß folgendermaßen gestaltet:

Theol .

Staatswiss.

Medizin.

Philos.

Chir.

Total.

1833.

Winter-Semester

15.

25.

102.

21.

163.

1834.

Sommer-Semester

22.

21.

89.

31.

3.

166.

Winter-Semester

22.

19.

90.

32.

3.

166.

1835.

Sommer-Semester

31.

21.

79.

30.

4.

165.

Winter-Semester

32.

21.

98.

28.

6.

185.

1836.

Winter - Semester

27.

13.

100.

24.

164.

1837. Sommer-SemesterWinter-Semester

1838. Sommer-SemesterWinter-Semester

1839. Sommer-SemesterWinter-Semester

Nicht immatrikulirte Studirende oder bloße Zuhörer gab es:

im Jahr 1834 . . . 3040.

1835 . . . 2837.

1836 . . . 2631.

188.

183.

172.

171.

160.

120 .