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Tbalacker ein Privat-Jnstitut für Knaben nnd Mädchen, das seither immer etwa 24 Pensionairsgezählt hat. — Ao. 1865 wnrde an der im Jahr 1781 ncn erbauten schonen ovalen Kirche inihrem ganzen Umfang eine Reparatur vorgenommen nnd vier neue Glocken im Gewicht von 125'/2Ccntncr, welche auf den II Aecord gestimmt sind, angeschafft. Die dießfalligen Kosten, die sichauf 6200 fl. belicfcn, wurden durch freywilligc Beyträge bcstrittcn. — In dem bemeldten Jabrerrichtete die Schulgemeinde Berg an ihrem Schulhaus zu Währen b ach einen Anbau. — Ineben diesem Jahr wurde der Sust-Gartcn für 1400 fl. verkauft, und am 3. Weinmonat hörteder Zollbezug bey der Snst auf. — 1836 ward vom Staat oberhalb Käpfnach durch das Katzen-holz längs dem Seenfer eine ganz neue, 2000 Fuß lange, Straßenstrecke angelegt, solche imAugust 1837 vollendet und dem Publikum geöffnet. — Im Jahr 1838 wurde vom Armenhaushinweg bis nach Obcrrieden und weiter binab ebenfalls eine ganz neue Straßenstrecke angelegtund solche im Jahr 1839 vollendet und eröffnet. — In dem bemeldten Jahr wurde durch Ver-trag zwischen dem Staat und der Gemeinde die sogenannte Tust oder Waaren-Nicderlagc käuflichan die letztere abgetreten. Diese bezahlte 4200 fl. und übernahm die Verpflichtung zum Unter-halt der bey der Snst befindlichen Habe. — Im Jahr 1839 wurde auf der Pfrundlokalität einneues Waschhaus und Holzschopf erbaut und die Umgebungen des Pfarrhauses in befriedigendenStand gestellt, was den Staat etwa 1200 fl. kostete.
Von großem Interesse und Nutzen ist das im Umfang der Gemeinde Hprgen befindlicheSteinkohlenlager und Bergwerk zu Käpfnach. Schon im I. 1663 sollen die erstenSpuren von Steinkohlen daselbst entdeckt worden seyn, wenigstens wurde damals 10 Personenbewilliget, 8 Tage lang darnach zu graben. Im I. 1708 wurde von einer Raths-Commissionnähere Untersuchung veranstaltet und berichtet, daß eine ziemliche Zahl von Steinkohlen vor-handen sey. Der Ratb erkannte, man möge das Viertel um 12 ß. verkaufen. Zuerst wurdensolche ins Zeughaus verbraucht. Bald uachber wurde gefunden, daß die Steinkohlen nicht nurin der Esse, sondern auch zum Kochen und Wärmen der Stuben gebraucht werden können. —Ao. 1715 offerirten die vier Herren (darunter Hr. Dr. Scheuchzer), denen das Graben vonSteinkohlen auf 20 Jahre vom Rath überlassen worden, das Röhrli (11 Viertel) L 5 Pfund.
Im I. 1750 wurden die beyden Gruben zu Käpfnach, betitelt: „Grube des Landes, undSachsen-Grube", von dem fremden Bergmann Köhler untersucht und von ihm angetragen, wiedie Kohlen sortirt nnd dem Wcttermangel abgeholfen werden solle, und daß ein verständigerOber-Steiger angestellt werden möchte. Ao. 1763 wurden die Stubenknechte aus den Zünftenund öffentlichen Gesellschaften durch Rathsbeschlnß angehalten, zwey Röhrli Steinkohlen zunehmen, um damit die Oefen zu beizen; im nämlichen Jahr durch einen gewissen Hrn. von Val-travers von Biel, einen Capitain Brown und einen andern Engländer Versuche angestellt, mit-telst Bohrens die Kohlenlager zu erforschen und die Steinkohlen mehr zu gebrauchen und zubenutzen. Auch wnrde ein Kalkofen errichtet, der aber bald wieder einging.
Erst im Jahr 1784 wurde vom Rath beschlossen, in Käpfnach ein förmliches Steinkohlen-bergwerk zu errichten. Am 3. Ckristmonat kam Hr. Hofrath von Clais mit drey Bergleutendaselbst an. Im nämlichen Jahr wurde dem Hrn. Ziegler-Landis zu Käpfnach vom Rath die