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mit Schlossen über einen beträchtlichen Theil der Eantone Zürich und Thurgan aus und ver-ursachten an noch stehendem Getreide, Bäumen und dem Wcinstock empfindlichen Schaden.Am Zürichsee wurden Schirmensee, Uirikon, Küsnacht, Thalweil, Horgen , — am Abhang desAlbis, Buttcnau, Langnan, Adlischwcil, — an der Ionen Loo, Fchrenbach, Zwillikon, — imLimmatthal Seebach, Wipkingcn, Höngg, Altstetten und Schlieren, — im Glatt- und imTößthal Kloten, Opfikon, Niederhasli, Stadel, Einbrach, Rorbas, Teufen und Freycnsteinmehr und minder schwer betroffen. — In Frühzeitigkeit der Vegetation glich dieser Jahrgangdenen von 1540, 1680. Schon am 17. May fand man blühende Trauben, um den 20. Maynahm die Heuernte ihren Anfang, die Kornernte um den 24. Brachmonat, die Weinlese am6. Herbstmonat. Schon am 26. August trank man neuen Zürcherwein. Man mußte aber mitder Ginsammlung der Trauben eilen, weil durch das Regenwettcr vom 23. August bis zum2. Herbstmonat die dicht an einander gepreßten Beeren zum Theil aufgesprungen und in stäu-bende Fäulniß übergetreten waren. Der Wein wurde milde und süß, aber weder besondersstark noch haltbar. Auch die Quantitäc fiel nicht nach Erwarten aus. Heu, Emd, Kornund Obst wurden beynahe überall reichlich eingesammelt. — Der Herbst war lieblich und an-genehm. Noch im Wintermonat konnte man Gras in die Krippe mähen, die Veilchen blühtenzum zweyten Mal, man fand reife Erdbeeren, es gab Bäume, welche die zweyte Frucht trugen.Erst am 6. Ehristmonat war der Regen mit einigen Schneeflocken vermischt; in der Nacht aufden 19. legte es den ersten Schnee. Die Summe der Schnee- oder Regentage in den dreyletzten Monaten war nicht mehr als 23.
18T3 Der Winter war bey weitem nicht so kalt, wie in Deutschland , doch anhal-tend bis zum 21. März. Der Jcnner hatte nur 4 Tage mit Schnee, der Hopnung 12, vondenen besonders der 5te und die vom 16. bis 20sten eine beträchtliche Masse niederlegten. ImMärz war bloß der letzte Drittheil schön; der April brachte Wind und Regen; im May war,mir Ausnahme der letzten Woche, die Sonne vorherrschend. Dagegen hatten der Brach- undHeumonat gar veränderliche Witterung, und erst vom 10. bis zum 13. und vom 22. Augustbis zum 13. Herbstmonat blieb der Himmel hell und lieblich. Die 7 Gewitter, von denen daserste am 2. Brachmonat, das letzte am 7. Herbstmonat stattfand, verliefen fast alle harmlos. Sowenige hatte keines der hier beschriebenen Jahre. Gleich ihnen zog sich die Zeitigung und dieErnte aller Früchte weit hinaus, und die Weinlese fing erst nach Gallustag (16. Weinmonat)an. Die große Quantität mußte für die geringe Qualität des Getränks trösten. Korn, Heuund Obst geriethcn ungemeiu reichlich. Am 9. Wintermonat trat empfindliche Kälte mit Schneeein; allein es erfolgte schon nach 4 Tagen wieder gelinde Witterung, die bis zum Ende desJahres mit Regen, Schnee und Nebel abwechselnd fortdauerte.
18T4. Nach etlichen Wind- und Regentagen stellte sich den 5. Jcnner eine mäßige,trockene Kälte ein, die am 20. eine Periode von Schneetagen ablöste, welche mit einiger Unter-brechung bis zum 6. Hornung fortwährte. Vom 8. bis zum 28. Hornung war meist den gan-zen Tag Sonnenschein; es fiel in diesem Monat weniger Schnee und Regen, als in keinemandern dieses und des vorhergehenden Jahrs. Der März hatte dagegen 13 Schneetage und