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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich / von Friedrich Vogel
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ausgezeichnet schön. Am letzten derselben schloß noch ein Gewitter, das 32ste dieses in An-sehung der Elektrizität so ungewöhnlich regen Jahrgangs, die Sommcrtage. Die Quantitätdes eingesammelten Weines übertraf alle Erwartung, und wiewohl die Qualität nicht viel überder von 1826 stand, so stiegen wegen der folgenden Fchljahre die Preise allmälig fast aufsDoppelte. Die Ernten in Korn und Heu waren ziemlich ergiebig ausgefallen, dagegen dieObstbäume der Unzahl von schädlichen Insekten größernthcils Preis gegeben. Die schöne,aber kühle Witterung vom 9. bis 31. Weinmonat ließ noch das Übriggelassene einsammeln.Am 19. Weinmonat erfroren in den Gärten bey Wintcrthnr die meisten Blumen; in Zürich stand das Thermometer noch 2 Grade über 0. In der Nacht auf den 1. Wintermonat fielder erste Schnee, dann nur noch zwey Male (den 8 . Wintermonat und den 2 . Christmonat)bis zum Schlüsse des Jahres. Es regnete in diesen beyden Monaten selten und öfter nur beyNacht. Doch trug der Sturmwind in der Nacht vom 19. bis 20. Christmonat gar sehr zurVerbreitung der Fcucrsbrunst bey, die zu Attlikon entstanden war. Am 18. und 30. Cbrist-monat bemerkte man noch Regenbogen. Am 31. war den ganzen Tag Sonnenschein.

18TN fing mit 6 Schnectagen an. Vom 19.26. Jcnner war Kälte im Anzug; sieerreichte zwey Male 9, und am letzten dieser Tage 11 Grade unter 0. Nun kam Regen undviel Schnee, besonders den 31. Jenner bis 1. Hornnng, den 7. und den 9. Hornung. Gleichdarauf stieg die Kälte den 5. auf O*/,, den 12. auf 16f/z (Morgens um 3 Uhr sogar auf 19),den 13. auf IIH 4 Grade. Der Zürichsce fror bis auf Meilen herunter zu. Vom 18. an bisznm 12. März wechselte aufthauende Temperatur und Sonnenschein mit etwas Schnee (den 27.,28. Hornung und 2. März) und noch seltnerem Regen. Nach den Regentagen, 12.14. März,kam wieder kühler und zuweilen warmer Sonnenschein bis fast zu Ende des Monats. DerApril brachte an 6 Tagen (den 3., 4., 26., 27., 28-, 30.) Rieselschnee, die letzten: durch dieGewitter am 25. und 27. eingeleitet, vom 29. April bis 1. May eigentlichen Schnee. Inden mittlern Wochen vom 5.24. hielten sich Sonnenschein und Regen so ziemlich die Wage.Die erste Hälfte des May (3.17.) war fast immer schön, die folgenden Tage vom 18.28.regnerisch oder windig mit blassem Sonnenschein begleitet. Am 22 . wurde Eglisan durch einSchlossengewitter heimgesucht. Der Brachmonat war vom 3.12. und 16.-19. sehr naß.Am 6 ., an dem es an den meisten Orten heftig und wiederholt rieselte, fiel Schnee auf demHohen Rohnen und über das Rafzerfeld. Sogar den 20. Brachmonat lag ein Grasrcif überden Wiesen. Am Nachmittag desselben Tages fing Sommerwärmc an einzutreten, und hieltbis den 27 an. Den 24. fielen indeß Schlossen unter dem Gewitterregen über Fällandcn undMaur . Am folgenden Tage schlug der Strahl in ein Haus zu Stäfa , ohne das viele Brenn-bare zu entzünden und traf drey Personen ohne bedeutende Verletzung. Im Heumonat stiegdas Thermometer nur an 4 Nachmittagen auf 20 Grade und darüber und dennoch traten 5Gewitter ein. Das heftigste derselben, das in der Nacht vom 8 . auf den 9., entwurzelte oderbrach viele Bäume entzwey und schlug in ein Haus bey Altstetten, in welchem Risse in allenWänden und Decken erst am Morgen darauf wahrgenommen wurden. Dasjenige vom 21. be-traf vornämlich Horgen mit Schlossen unter dem Regen. Es folgten ein gar kühler Morgen und4 schöne Tage. Im August war die Woche vom 7.13. wie auserlesen schön; es folgte abermit dem Gewitter am Abend des letzten Tages veränderliche Witterung bis zu Ende des Mo-