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16>/z, den 5. 16, den 6. 10 1 / 2 , den 7. noch 11>/2 Grade. In den Nächten vom 5. anf
den 6. und vom 7. auf den 8. fiel Schnee. Jetzt fror auch die Rcnß zu, von Qttenbach bis
nach Bremgarten, die Limmat unterhalb Dietikvn und in der Gegend des Wellenbergs, derRhein oberhalb Schaffhausen . Am 8. Nachmittags trat mäßiges Thanwetter ein und hieltetliche Tage, ohne das Eis der Seen zu brechen. Vom 14. —16. Hornung war empfindlicheKälte wieder Meister, 5, 6l/z, 6>/z Grade unter 0 am Morgen. Vom 18.—21. (wie früherin den Nächten nach dem 10. und 11.) fiel Schnee. Die Tage vom 22.—25. schienen das See-Eisbrechen zu wollen; aber am 25. auf den 26. und nach einer schönen, sonnenreichen Woche in
der Nacht vom 6. auf den 7. März stärkte es sich wieder, so daß noch Männer über den
Greifensee gingen, wo vor etlichen Wochen die schwersten sechs- und achtspännigcn, mit Bau-steinen bcladencn, Wagen gefahren waren. — Es war inzwischen am 9. Jenncr das Kernen-schiff von Horgen durch umgesetzten Wind und Eisstoß zum Versinken gebracht worden; einjunger Schiffer verunglückte, zwey andere konnten sich am Schiffskastcn tznd an einem Brette,bis Hülfe Herbeygerufen war, halten, und wurden nach einer angstvoll zugebrachten Stundegerettet. Im Anfang Hornungs wurde ein junger Mensch in den Spital gebracht, der beymErwärmen der Erdapfel im Keller mittelst einer Kohlenschanfel, vom Dampf übernommen, um-gesunken war und alle Finger der rechten Hand bis an die untersten Gelenke in den Koblenabgebrannt hatte, ehe man ihn vermißte und rettete. Am 10. Hornung war vom Eis, das sichbey Adlischwcil gesteckt, und in gewaltiger Masse eine halbe Stunde entlang aufgcthürmt hatte,große Bcsorgniß (siehe Kilchberg). In der Nacht vorher hatte man in Ottenbach und Eglisau stürmen, und dort dem Fahrhanse, hier der Schiffmühle zu Hülfe eilen müssen. Am spätenAbend des 12. Hornungs verunglückte ein Mann aus dem Seefcld, der im Nebel bis zumRand des Eises gegen die Limmat hin sich verirrt hatte. Nicht selten war es, daß in denHäusern der Wein gefror. Die Hülfsgescllschaft und die Stillstände trafen da und dort An-stalten zur Versorgung von Familien oder einzelnen Personen, welche aus Mangel an Feurungdurch die Kälte litten; es wurde Holz und anderes Brennmaterial ausgetheilt. Mit Ausnahmeder wenigen oben angedeuteten Schneetagc war übrigens die Luft fast immer rein, und derHimmel so klar als nur möglich. Alle Gewässer waren während der fünf Wochen ein Schau-platz der muntern Jugend, die sich im Schleifen und Schlittschuhlaufen übte. Ganz besondersaber bot der Zürichsee ein merkwürdiges Beyspiel von Belebtheit dar. Viele benutzten denAnlaß, um ganz mit Bequemlichkeit von einem Ufer zum andern zu reisen, Besuche abzustatten,Geschäfte zu machen u. s. w. Die Schüler des Hünischen Instituts zu Horgen vermaßen aufsGenaueste die Breite des Sees zwischen da und Meilen. Tausende kreuzten sich in den mannig-faltigsten Richtungen im Schlittschuhlaufen und suchten sich vorauzueilen. Mancher Schlittenwurde hin- und hcrgcstoßen; an den Sonntagen aber ganz besonders wogte eine bedeutendeMcnschenmasse anf der Eisfläche hin und her; bey der „St. Niklausstud" harte sich eine Wirth-schaft niedergelassen, die allerley Erfrischungen ausbot, und auch einzelne Krämer ließen sichdort nieder, so daß es zuweilen den Anschein hatte, als ob ein Jahrmarkt sich anf dem Seebefinde. Am 24. Hornung gingen noch einige Männer über den gcfrornen Zürichsee . Denfolgenden Tag löste sich endlich das Eis der Sihl bey Adlischwcil und ging in Folge der ge-machten Vorkehrungen ohne den befürchteten Schaden thalabwärts. Am 11. März war der