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viele Gemeinden durch Schlossen, noch weit mehrere aber durch Schwemmungen in sehr großenSchaden versetzte. Es waren namentlich Mettmcnstetten, Dürlen, Langnau mit Rengg, Horgen ,Oberrieden (diese vier hauptsächlich durch die Schlossen), Thalweil, Crlcnbach, Herrliberg , Meilen,Uetikon , Männedorf , Stäfa , Hombrechtikon , Rüti , Wald, Hinweil, Bäretschweil, Fischenthal , indenen fast jede Brunnquelle zum Bache, jede Brücke hoch überströmt oder weggerissen und die anlie-genden Grundstücke mit Kies oder Grien überschüttet wurden. Die amtliche Schätzung des Schadensin den 5 letztgenannten Gemeinden bestes sich auf 46,569 fl. 20 ß. und derjenige zu Oberricdenwurde noch beträchtlich höher angeschlagen. Zu Hinweil ertranken in einem Webkeller Mutterund Sohn. In Zürich gewährte beym Hinüberziehen des vom-Blitz durchzuckten Wolkengrundesüber die zweyte Bergkette der Regenbogen einen wie nur selten so prächtigen Anblick. Nochandere Gewitter beschädigten in den folgenden zwey Wochen bald diese, bald jene einzelneGegend, so den 31. durch Schlossen den Dietikerberg, durch Schwemmung am 8. August Flaach und das Rafzerfcld, am 9. die Gegend von Wald, am 12. wiederum das am 29. so hartbetroffene Langnau und an demselben Abend Basserstorf wieder durch Schlossen. Stiller undbarmloser verlief der größere zweyte Theil des August; vom 13. August bis zum 1. Herbst-monat waren nur 6 Tage mit Regen, die übrigen ganz, oder doch Nachmittags schön. DieStürme aber, welche vom 1. auf den 2. und vom 3. auf den 4. die Nacht durch tobten, zogennoch zwey Gewitter (am 2. und 7.), Schnee bis Hütten herab und 5 Grade über 0 in Zürich (am 3.), endlich Regen tagtäglich vom 2. bis zum 13. nach sich. Die Ueberschwcmmungcn be-trafen dießmal einen Theil der westlichen Schweiz , und die so schwer heimgesuchten Anwohnerder hiesigen Gewässer blieben verschont. Doch verunglückte ein Mann von Grüningen in der hochangeschwollenen Sihl unweit Schindellegi . Ein ungcmein schöner Herbst schien vergüten zuwollen, was der Sommer zu tbun nicht vermocht hatte. Vom 14. Herbstmonat bis zum 2.Wintermonat waren nicht mehr als 6 Tage mit Regen bezeichnet; an allen übrigen schien vonfrüb bis spät oder doch in H/, des Tages die Sonne und nie trat ein Reif den verspätetenTrauben oder Birnen zu nahe. Nur war an so gar vielen Orten, die zwey bis vier Male imgleichen Sommer Wetterschaden gelitten hatten, (z. B. Männedorf, Langnau u. s. w.) beynahegar nichts zur Einsammluug übrig geblieben. Beym Wein war im Allgemeinen die Qualitätkaum mittelmäßig, die Quantität gar gering; Obstmost gab es noch weniger; die Kornerntewar sebr sparsam ausgefallen und die Erdäpfel großentheils ausgeschwemmt oder durch Fäulnißangesteckt worden. Sogar vom Viel, mußte wegen wenigen Futters ein ziemlich bedeutenderTbeil abgestellt werden. Und die ungewöhnlichen Abeudhellen bey angebender Nacht am Nord-und Nordosthimmcl schienen Vielen noch härtere Strafgerichte, als die kaum zu vermeidendeBrodtbeurung anzukünden, zumal da gleichzeitig die Cholera bis ins östliche Deutschland vor-rückte. Das so schwere und in allen Beziehungen so vielbewegte Jahr endete im Naturgangeziemlich friedlich mit einem gemäßigten Vorwinter, zu dem der Wintermonat mehr Regentage,der Ebristmonat mehr trübe Tage brachte, inzwischen aber am 4. und am 16. Wintcrmonat, vom27. bis zum 2. Ehristmonat und dann wieder am 18-, 26. und 27. etwas Schnee fiel, welcherletztere ins neue Jahr binüber liegen blieb.