362
Heumonat, erreichte Nachmittags um 3 Uhr an einzelnen Orten die vom Beschreibet dieser Jahr-gänge sonst nie gesehene enorme Höhe von 32 Graden, und betrug um 8 Uhr Abends noch 28«.Am folgenden Tag entleerten sich 2 schwere Gewitter über Eglisau , Rorbas, Buch, Gräßlikon,Bülach , Einbrach und Oberweil, mit schwemmenden Wafsergüssen und einer Unzahl großerSchlossen; in Winkel wurde ein Haus vom Strahl beschädigt, in Eschenmooscn und Bülach vieleFenster und Dachziegel zerschlagen, bey Eglisau viele Fuder Garben in den Rhein geschwemmt;an allen jenen Orten aber fast der ganze Ernte- und Herbstsegen vernichtet, welches Einigeum so härter betraf, da sie auch im vorigen Jahr durch Frost und Hagclschlag um den Wein-ertrag gebracht worden waren. Das letzte Dritthcil des Monats enthielt noch 3 Gewitter (am24., 28., 29.) und in der Zwischenzeit austrocknenden Nordostwind. Am 29. schlug ein ver-einzelter Strahl in ein Haus der Gemeinde Außersthl und zertrümmerte das Kamin. Der Augusthatte 17 Tage mit Regen und nur einmal (9. bis 12.) etliche zusammenhängend schöne. Vonden 4 Gewittern gingen die 3 ersten für unsern Eauton unschädlich vorüber; das letzte traf diekleine Grcnzgegend von Sternenberg gegen das Hörnst hin, und vernichtete in einem Umkreisvon 5 Viertelstunden mit baumnußgroßen Schlossen alle Erdapfelpflanzcn, allen Hafer und vielObst und Grummet. Im Herbstmonat waren die ersten 5 Tage schön; es folgte aber eine win-dige Regennacht, und bald nachher, vom 8. bis 11. und am 13. und 14. wieder unaufhörlichRegen. Schöner und auch wärmer war die zweyte Hälfte des Monats; sie war vom 19. antheils ganz, theils nach dem vormittäglichen Nebel heiter und trocken. Ein Sturm eröffnete diedarauf folgende Regenzeit vom 1. bis 14. Weinmonat. An den Abenden der beyden schönernTage, 15. und 16., konnte man den Kometen wahrnehmen, der am nordwestlichen Himmel seinendunstartigen Schweif etwa 5 oder 6 Grade empor verbreitete. Es war derjenige, dessen Bahnzuerst astronomisch bestimmt werden konnte, und der seit 1456 nun zum vierten Male in dieNäbe der Sonne und der Erde zurückgekehrt ist; sein letzter Umlauf betrug 76 Jahre und 8Monate. Am 17. rieselte und am 19. und 20. schneyte es. Das letzte Drittheil, worein dieZeit der Weinlese fiel, war, mit Ausnahme von vier Regentagen, von einer milden Herbst-sonne beschienen. Obst bekam man genug in diesem Jahre und die Menge und Woblfeilheit des
Weines tröstete über die mangelnde Güte; das Getreide war reichlich gerathen, das Futter nochüber Erwarten eingebracht worden. Im Wintermonat war zuerst Regen, dann Schnee (am 5.und vom 9. bis 16.) an der Tagesordnung; vom 10. bis 17. war der Boden den ganzen Taggefroren. Erst am 18., 19. und 20. (bey dem wehenden Südwest) konnten die noch im Feldebefindlichen weißen Rüben und Erdäpfel heimgebracht werden. Im letzten Drittheil des Monatswar am Morgen Nebel und Frost, Nachmittags Sonnenschein. Ganz schön waren die Tagevom 29. Wintermonat bis zum 5. Ebristmonat. In den übrigen 26 Tagen fiel zwar nur an 3Tagen und in 3 Nächten Schnee; allein der Nordostwind erkaltete die Luft so, daß schon am12. das Thermometer 71 / 2 , am 14. O'/z, am Christtag 8^/z und am 28. wieder 71/4 Gradezeigte und schon in der Nacht vom 24. auf den 25. der Greifensee zufror. Am 30. regnete
und schneyte es unter einander; in der Nacht gewann das Schneyen die Oberhand.
1836 hatte einen gar kalten Eintritt. Am ersten Jenner stand nach einer hellen undwindstillen Neujahrsnacht das Thermometer auf 81 / 4 , am 2. auf lO'/z, in der folgenden Nachtum 11 Uhr auf 13, am 3. Morgens auf 11 Graden der Kälte. Auch am 20 . und 21. zeigte