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bis 7. und zu verschiedenen Malen vom 12. bis 19. fiel, hatte dazu beygetragen. Vom 20. biszu Ende des Monats war am Morgen Nebel, dann Sonnenschein. Auch der Hornung warder kälteste unter den fünfcn, die hier in Betracht gezogen werden. (Der Jenner war derkälteste und zugleich der trockenste gewesen). In Zürich betrug am 15. die Kälte 9 Hz Grade.Es schneyte am 2. und 3., am 11., 14., 15. und 21.; an den Zwischcntagen regnete es zumöfter«, so wie auch gegen Ende des Monats; schön waren nie drey Tage nach einander. DerMärz hatte nach mchrern Regen- und zwey Schncetagcn die vier schönern Tage, 10. bis 13.,und abermals nach wechselndem Regen und Schnee, während dessen (am 16. und 17.) der seit9 Wochen zugcfrorne Grcifensee seine Eisdecke versenkte, die ebenfalls schönen Tage 24. bis31. Das Quantum des gefallenen Schnees und Regens war das größte in den Märzmonaten.Mit Schnee begann auch der April, solcher fiel vom 14. bis 21. an sechs Tagen, undkleidete die Osterwoche nun zum dritten Male ins traurige weiße Gewand. Vom 2. bis 6.,vom 11. bis 15., und vom 22. bis 26. war zwar die Sonne vorherrschend, allein am 16.und 17. donnerte es zum Regnen, am 29. schneyte es nochmals, worauf am 30. ein Reiffolgte. Dieser April war noch kälter, als die Aprilmonatc in den beyden vorangegangenenJahren. Der May war vom 1. bis 9., ungeachtet des Gewitters am 6., heiter und warm.Allein ein Regen Morgens am 10., der sich am Nachmittag zu Schnee abkältete — (und viel-leicht auch primär die Eonjunktion der Erde mit der neu entdeckten unabsehbar großen Stern-schnuppen-Wolke, die in diesen Tagen zwischen Sonne und Erde sich befindet) — veranlaßte zweyMorgen, an denen das Tbermometer (am II.) bey scharfem Nordost nur 1 Grad, am 12.aber nur 3 Grade über 0 stand. An allen niedrigen, vor dem Wind geschützten Stellen lagein Reif, der längs der Limmat , und noch mehr im Glatt- und Tößthal und im Bezirk An-dclfingen beynahe die Hälfte der Traubenschosse und Knospen versengte. Vom 15. bis 24. Mayregnete es zum öftern, besonders heftig und stürmisch den 18. Am 25. war ein Gewitter,und vom 29. bis zum 1. Brachmonat vier, von denen das am 31. die mittlere Gegend des (Zantonszwar nur mit wolkenbruchartigen Regengüssen, dagegen Oberrieden mit einem Strahlschlagein ein Hans, wo er das Kamin und noch Mehreres zertrümmerte, und die nordwestlicheGrenzgegend des Cantons mit einem der verderblichsten Schlossengewitter heimsuchte; in Weyach,wo auf der Wetterseite alle Fenster eingeschlagen und vom Sturm über 30 große Eichen undForren umgerissen wurden, und in Gräßlikon wurden Klee, Lewat, Hanf, Roggen und Re-benschosse für dieß Jahr so viel als zerstört; auch zu Berg und Buch, Teufen , Glattfelden und Eglisan war der Schaden bedeutend; etwas minder in Hettlingen , Scuzach, Rutschweilund Rikenbach. Der Brachm. hatte in den ersten 20 Tagen bey einer Wärme, die am 18. inZürich 26 >/ig Grade erreichte, dennoch beynahe täglich mehr und minder heftige Regengüsse.Am 4. schlug der Strahl zu Herrliberg in eine Wohnstube, und verletzte von den bey einandersitzenden fünf Personen vier, besonders zwey Frauen, von denen die eine erst nach mchrernStunden wieder zum Bewußtseyn kam. Die Gewitter am 18., und die in der Mitte und amSchlüsse der schönen — zur Heu - Einsammlung sich so wohl darbietenden — Tage vom 21.bis 29. verliefen ohne Schaden. Der Hcnmonat war sebr warm und, mit Ausnahme des 2. bis4. und der Woche vom 22. bis 29., durchaus trocken. Das Quantum des gefallenen Regenswar seit Jahrzehcnden das kleinste. Das Tbermometer zeigte am 14. in Zürich 27>/2 Grad