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richtet. Hr. Baron Friedrich v. Sulzer -Wart, gegenwärtig Regierungsrath, welcher als der eigent-liche Stifter der Anstalt zu betrachten ist, kaufte das benöthigte Land, etwa 40 Jucharten, an, undes wurde im I. 1838 an das bereits vorhandene alte Haus ein neues, geräumigeres angebaut,ein Wasch- und Backhaus errichtet. Am 1. Weinmonat 1838 fand die Eröffnung und Einwei-hung der Anstalt unter Gesang und Gebet in Verbindung mit einem einfachen Mahle Statt. Es wurdeein Hausvater angestellt und schon vor der Einweihungsfeyer 2 Knaben, seither bis zum Endedes Jahres 1839 noch 9 andere aufgenommen, von denen 7 Eantonsangehörige, die übrigenBürger anderer Eantone sind. Morgens und Abends findet in der Anstalt Andachtsübung, be-stehend in Gesang, Gebet und Betrachtung des Wortes Gottes, Statt. Die Zöglinge empfan-gen 4 — 5 Stunden täglich geregelten christlichen Religionsunterricht zur Erreichung desjenigenBildungsgrades, welcher in einer wobl eingerichteten Volksschule beabsichtigt wird. Sie erhal-ten einfache, gesunde Nahrung, reinliche Kleidung und Wohnung, erlernen und besorgen Haus-,Stall-, Garten-, Feld- und Rebgeschäfte und betreiben verschiedenartige Handarbeiten als Vor-bereitung zu einem künftigen Berufe. Die Regierung der Anstalt (so heißt es in den Statuten)ist dem Herrn anbefohlen. Die Berathung der Hauptgeschäfte geschieht durch einen Vereinchristlicher Brüder, welcher sich zu 2 —3 Monaten um versammelt. Die laufenden Geschäftebesorgt ein engerer Ausschuß, die häuslichen Verrichtungen ein Verein christlicher Frauen. Dienächste Aufsicht über die Anstalt steht bey dem Präsidenten des Ausschusses. Die tägliche Lei-tung, Verwaltung, Erziehung und Unterricht ist einem Hausvater und einer Hausmutter über-tragen, welchen die erforderlichen Gehülfen beygegeben werden. Das Kostgeld für Kinder biszum zurückgelegten 12teu Altersjahr beträgt jährlich 40 fl., für ältere 30 fl., beydes, wo eserhältlich ist. Die Einnahmen der Anstalt vom 1. Weinmonat 1838 bis Ende Brachmonat 1839betrugen an Geld 1571 fl. 28 ß., die Ausgaben 996 fl. 27 ß. 3 Hlr.
Das Uebrige, siehe Feuersbrünste (1822 und 1834).
Roßau, siebe Mettmenstetten und Feuersbrünste (1831 u. 1838).
Rofzweid, siehe Sternenberg und Feuersbrünste (1835).
Rübenspcrg, Einbrach, siehe Feuersbrünste (1837).
Ri'imikon, Elsa», siehe Feuersbrünste (1827).
Riimlang.
In den Jahren 1819, 1820, 1829 und 1839 wurden an den hiesigen Pfarrgebäudcnmancherley mehr und minder bedeutende Reparaturen vorgenommen, die zusammen etwa 3000 fl.kosteten. — Ao. 1821 ward durch Beyträge von Gemeinds- und Corporationsgütern und eini-gen Privaten ein Schulfond errichtet, der mit Anfang 1838 bereits bis auf 5800 fl. ange-stiegen ist. — Ao. 1823 wurde durch Gemeinds- und Privatbeyträge eine Successivschulcerrichtet und auch seither als Freyschule erhalten. — Im May 1825 begann der Bau einesneuen Schulhauses, welches bis Martini 1826 vollendet wurde. Dasselbe enthält 2 Stockwerkeund umfaßt 2 helle Schulstuben. Die ganze Baute kostete 4923 fl. 28 ß., an welche Summedie Gemeinde 2600 fl. in Baarschaft und circa 1000 fl. an Materialien, der Schulfond 700 fl.leistete. Die Fuhr- und Frohndienste der Bürger können zu etwa 600 fl. gewerthet werden. —Ao. 1829 wurde der Katzenrütihof, ein Staatslehen, bestehend in 240 Juch. Land, im vorigen