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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich / von Friedrich Vogel
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des dortigen Spitals verwaltet, der die Pfarrgebäude zu unterhalten hat. Im Fall der Er-ledigung der Pfarrstelle bildet laut gesetzlicher Bestimmung vom 20. Christmonat 1831 derKirchenrath einen Dreyervorschlag; hieraus wählt die Gemeinde den Pfarrer und zeigt dieWahl dem Regierungsrath an, welcher der Stadt Baden davon Mittheilung macht.

Ao. 1817 erbaute die Schulgemeinde Neerach ein neues Schulhaus ohne Lehrerwohnung,das 2477 fl. 8 ß. kostete, an welche Summe der Staat einen Beytrag von 150 fl. leistete.Im Jahr 1818 erbaute die Schulgemeinde Ober-St e inmaur ebenfalls ein solches, das1940 fl. kostete. Die Regierung gab 125 fl., die Stadt Baden 31 fl. 10 ß., das KlosterWettingen 10 fl. Beytrag. Ao. 1819. erbauten die Gemeinden Nieder-Steinmaur und nikon ebenfalls neue Schulhäuser ohne Lehrerwohnungen; 1821 auch die SchulgemeindeRiebt. An das erstere Schulhaus gab der Staat einen Beytrag von 112 1/2 fl-, an daszweyte und dritte jedem einen Beytrag von 125 fl., die Spitalpflege an das letztere einensolchen von 50 fl. Sämmtliche Schulhäuser werden auch zu Abhaltung von Gemeindsversamm-limgen benutzt. Im Jahr 1820 wurde mit der Kirche eine Reparatur vorgenommen, einneuer Taufstein und zwey Thüren mit Fenstern angebracht, wodurch der untere sehr finstergewesene Theil der Kirche erhellt worden ist. Im Jahr 1825 wurden auf einem Acker etwa100 Schritt vom Dorf die Mauern des hier gestandenen Schlosses Muri (?) entdeckt und dieSteine zum Bauen benutzt. Ao. 1835 legte die Gemeinde Riebt eine Communikationsstraßegegen Nöschikon an. Ao. 1838 wurde eine Nähschule für junge Töchter aus der ganzen Kirch-gcmeiude gestiftet. Im Jahr 1839 kam die Centralisation des Armengutes zu Stand, welchesbey einer Bevölkerung von 1819 Seelen 11406 fl. 13 ß. 1 hlr. betrug. Fast gleichzeitig hatteauch die Vertheilung des in 14604 fl. 32 1/2 ß. bestehenden Capellengutes zu Neerach statt.Davon erbielt die Gemeinde Riebt 3925 fl. Beyde Gemeinden machten ihre Raten zu Schälgütern.

Das Uebrige siehe Feuersbrünste (l822, 1833, 1834, 1835 und 1839).

Steinrad.

Dieses im Kratz zunächst dem Stadthaus befindlich gewesene Gebäude enthielt eine Vor-richtung, um die Bausteine, welche zu Schiff gebracht wurden, schnell ans Ufer zu bringen. Früherlag die Besorgung des Gebäudes gemeinschaftlich dem Staat und der Stadt ob, seit 1837besorgte aber die letztere dasselbe ausschließlich. Am 20. März 1841 wurde jedoch das Ge-bäude bebufs Erweiterung des Platzes vor dem Stadtkause weggeräumt.

Steinhof, Sternenberg , siehe Fcuersbrünste (1838).

Stempelverwaltung und Aufsicht, siehe Abgaben und Besoldungen.

Sternenberg .

Diese im Jahr 1708 entstandene Kirchgemeinde, deren einzelne Theile vorher den Pfarr-gemcwden Wyla und Bauma einverleibt gewesen, ist die höchst liegende des Cantons und auchzugleich die einzige, die beynahe keinen einzigen ebenen Flecken Landes hat; denn die Kirche,das Pfarrhaus und einige Weiler liegen ganz auf der kahlen Höhe eines Bergrückens, der sichunmittelbar an das Hörnli anschließt; alle übrigen Weiler und Höfe liegen entweder zu beydenSeiten des bemeldten Bergabhangs, oder in tiefen Schluchten. Die Häuser sind meistens von