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Memorabilia Tigurina oder Chronik der Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich / von Friedrich Vogel
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1 Juch. Ackerland, 3 1/2 Juch. Reben nebst der Scheune und Trotte, für 8565 fl. verkauft.In dem bemerkten Jahr ward die Kirche aus- und inwendig verputzt und die Zeittafel repa-rirt, was circa 2000 fl. kostete. Ao. 1837 wurde aus dem 1810 erbauten Schulhaus, un-ter welchem sich die Metzg und der Feuerspritzenbehälter befindet, die Lehrerwohnung entferntund noch eine Schulstube daraus gemacht.

Das Uebrige siehe Feuersbrünste (1833 und 1834).

Uetliberg.

Dieser Berg wird wegen der vortrefflichen Aussicht, die man auf der Kuppe desselben,wo einst das alte Schloß gestanden, genießt, immer noch häufig wie früher besucht, namentlicham Auffahrtstag, wo Viele trachten, dort den Aufgaug der Sonne zu beschauen. Im Jahr 1839erbaute Hr. Friedrich Beyel von Zürich auf der Kuppe neben dem Hochwachthäuschen ein hölzernesWohnhaus ganz nach Art derjenigen in den Appenzeller-Bergen, und fing an, eine Wirthschaft,die namentlich auf Kurgäste berechnet ist, zu betreiben. Das Haus wurde im Jahr 1840 vol-lendet und der Berg nun von einer Menge Personen, die seit vielen Jahren denselben nichtmehr besucht hatten, wieder bestiegen. Es ist seither ein neues Panorama von der Aussicht indie Alpenkette und eine ausführliche Beschreibung zu demselben nebst den übrigen Merkwürdig-keiten des Uetlibergs erschienen.

Uhwiefen, siehe Laufen.

Uitikon,

ist eine Filialgemeinde, d. h. der Pfarrer hat keinen bleibenden Wohnsitz in derselben, sondernversieht seinen Dienst gewöhnlich von Zürich aus. Ehemals bildete die Gemeinde eine eigeneGerichtsherrlichkeit, die seit dem 17ten Jahrhundert der Familie v. Steiner gehörte, welchenoch jetzt das Schloß besitzt. In der Mitte des vorigen Jahrhunderts zählte Uitikon 290 See-len, im Jahr 1836 deren 340.

Im August 1827 traf die Regierung einen Vertrag mit der Familie v. Steiner, zufolgedessen solche die Collatur an den Staat abgetreten hat. Ao. 1829 wurde als Fortsetzungder Ao. 1811 und 1812 erbauten Straße über den Albisriederberg eine Strecke weit durchden Bann der Gemeinde eine neue Landstraße gegen Landikon angelegt. In den Jahren1832 und 1833 erbaute die Gemeinde ein neues Tavernenwirthshaus, welches ohne das Holzund den Fuhrlohn für die Baumaterialien circa 9500 fl. kostete, anfänglich verpachtet, nachheraber verkauft, später von der Gemeinde wieder an sich gezogen wurde.

Ungewitter, siehe Naturereignisse.

Unter-Affoltern , (Aldis) siehe Feuersbrünste (1839).

Unter-Engstringen, siehe Weiningen .

Unter-Hittnau , siehe Feuersbrünste (1830).

Unter-Pösch, Bubikon , siehe Feuersbrünste (1830).

Unter-Rath, Stadel, siehe Feuersbrünste (1824).

Unterrichtswesen, siehe Schulwesen.