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I I. Gliederung und geometrische Verzierung einzelner Theile.
st die Aufgabe, die einzelnen Seiten der vorbeschriebenen Figuren mit Gliederung, und die oberedieser Seiten mit geometrischer Verzierung zu versehen, z.B. die vier Seiten des Schaftes^der Figuren 8 oder ad 8, so kann solches auf verschiedene, in den folgenden Figuren gezeigte, Arten
geschehen. — Das Grundquadrat a b 6 d, welches in den Figuren 11 bis 17 den Grundriß bildet,und im Aufriß die eine Seite darstellt, ist von der nämlichen Größe wie das innere über Eck gestellte Qua-drat 6 f A ti der Figuren 8 und ad 8. Die Höhe des Aufrisses der Figuren 11 bis 17 ist wegen Mangelan Raum nur nach der, bis zum Anfange des für die geometrische Verzierung bestimmten Raumes, oderbis zur Linie x zweimal (bei 6 und f) übergetragenen Diagonale a d des Grundquadrats ab 6 d (Figur 11)genommen. Zn der Regel kommt solche geringe Höhe selten vor, wohl aber ausnahmsweise auch noch unbe-deutendere, wenn Theile, wie jene in der Figur 19 mit eiofpktz- bezeichneten (welche auch in den Figuren8 bis 10, ad 10, dann ad 5 und ad 17 vorkommen), verziert werden sollen, für welche Falle sich die inden Figuren 13 bis 17 enthaltenen Verzierungen gut eignen. — In der Figur 11 ist die einfachste Verzie- n.rungsweise dargestellt, welche selten, und höchstens für Theile, wie die in der Figur 19 mit 6 i o k p Kbezeichneten, oder, wie von den Alten geschehen, als Verzierung der Seiten von in ganz kleinem Maaßstabegehaltenen Vialen (z. B. bei Altaren) anwendbar ist, in welch' letzterem Falle auch rundbogiger Schluß dieserForm bei Werken der spätern gothischen Periode vorkommt. Zm Vorlegeblatt vil ist diese Form in Figur 14,und bei dem im Vorlegeblatte XXXV dargestellten Monumente ist sie gleichfalls als Verzierung der Vialen-seiten gebraucht. Insofern erscheint solche praktisch, als sie bei Ausführung wirklicher Werke die am wenigstenkostspielige Verzierungsform ist, da sie nur in einer einfachen Höhlung, in einer mehr oder weniger flachenHohlkehle besteht, deren, wie der folgenden Figuren spitzbogiger Schluß in den Constructionen des Vorlege-blatts m näher erklärt werden wird. Die Construction des Grundrisses der in dieser und den folgenden Figurenangewendeten Gliederung ist in der Figur 18 gezeigt. — Aus der Figur 12 ist ersichtlich, wie eine Flächen- 12.Vertiefung nicht beschaffen sein darf, was allerdings der Anführung bedurfte, weil hierin so häufig gefehltzu werden Pflegt. Die Vertiefung darf nämlich nicht, wie der Grundriß zeigt, einen rechten Winkel bilden,oder die Distanz a d darf zu der Distanz be in keinem rechten, sondern nur, — wie im Grundrisse der Figur 13 13.ersichtlich ist, in einem schiefen Winkel stehen. Die weitere Ausbildung dieser Gliederung ist — im Grundrisse 14.der Figur 14 enthalten, deren Schluß im Aufrisse statt des gewöhnlichen, einen geschweiften Spitzbogen ent-hält. — Die Figur 15 aber zeigt die vollendetste Form, indem die Fasen oder schiefen Plättchen a d des 15.Grundrisses von Figur 14 in die Hohlkehlen a b umgewandelt sind.— Die Figur 16 enthält dieselbe Form, io.nur mit anderm Schlüsse des Aufrisses. Die nähere Entwicklung der geometrischen Verzierungsweise und dieConstruction deren einzelner Theile ist in den Vorlegeblättern in und VI enthalten. — Die Figur 17 ist die 17.nämliche wie Figur 8, nur daß deren vier Seiten des innern Quadrats, wie Grund- und Aufriß zeigen, nachder eben entwickelten Art mit Gliederung versehen ist. Dieselbe beginnt oberhalb der hier (im Gegensatz zuFigur 8) gegliederten Wasserschläge in einer Entfernung vom Schlüsse der Wasserschläge, welche nach derDistanz a I) des Grundrisses genommen ist. Die Gliederung der Wasserschläge ist auf eine ähnliche Art, wie inder Figur k ad 5 gezeigt wurde, im Grundrisse construirt. Der Zirkel wird in dem Punkte 6 des Grund-risses eingesetzt, und so weit geöffnet, als wollte man innerhalb des Dreiecks ade einen Kreis beschreiben,worauf mit dieser Zirkelöffnung auf der Linie d e mit dem andern Zirkelfuße ein Zirkelschnitt in f gemachtwird, woraus sich, wenn in den Dreiecken e k i, 1I und 1 m a eben so verfahren, und die sich ergebendenPunkte kn o p mit Linien verbunden werden, kleinere Dreiecke bilden, also im Dreiecke a d 6 das kleinereDreieck d f Die beiden innerhalb des Dreiecks k k y liegenden Dreiecke aber werden gefunden, wenn inner-halb des Dreiecks bkq — und hierauf innerhalb des aus diesem zu findenden Dreiecks — eben so, wie innerhalbdes äußersten Dreiecks ade verfahren wird. Die so gefundenen Dimensionen aber werden eben so in Aufrißgebracht, wie in der Figur d ad 5 gezeigt worden ist. — Die Figur ad 17 ist die nämliche wie die vorige, 17.
nur daß die Vereinigung des Untersatzes mit dem Aufsätze auf die, in der über Eck gestellten Figur ad 8dargestellte Art bewerkstelligt ist.