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ist leuchtet von selbst ein. Allerdings kann man, da die Schastaxen-Distanzen die Hauptmaaße für den übrigenKirchenqrundriß abgeben, sagen, daß dieselben nach dem Grundquadrate normirt sind, letzteres selbst aber mußer» innerbalb der Linien der Quadratur des Chorschlusses bestimmt, und kann erst von hier entnommen und aufdie Schastaxen-Distanzen angewendet werden. Man kann hierbei (für die gewöhnlichen Fälle) die halbe Chor-weite oder das ganze innerste Quadrat als Minimum, und das mittlere Quadrat zwischen dem äußersten undinnersten als mnximum für die Distanzen der Pftil-raxen von einander annehmen. Letzteres Quadrat ist aberdie Diagonale des ersteren. Daß übrigens die Anzahl der Schastaven-D.stanzen, welche zugleich d.° einzelnenGewölbfelder normiren, durch die Grundzahl, welch- dem Chorschluß unterliegt, bestimm werden muß, .st auvden alten «ircken naünveisbar. Nach der Anzahl der Schafte kann ,-doch h.erbe. nicht wohl, wenigstens Nicht MitS ch«« man die halben Schäfte aufbeiden Endpunkten des Längendurchschnitts
k-z« d r Schäfte der Anzahl der Gewölbfelder zwar gleich kommt, häufig jedoch diese
am« -u-h Mm, daher« oder der
Distanzen von Schaftare zu Schastaxe, mit welcher auch d.e Anzahl der Fenster gleich ist, zu Grunde zu legen.So enthält die im Chor aus dem Achteck geschlossene QPP-nheimer Katharinenkirche bis an das K-rchenkreuz viersolcher Schastaxen-Distanzen, die gleichfalls aus dem Mt---m C or geschlossene W-ene«falls vier solcher Distanzen bis an den, mit den Thürmen schließenden Quertheil, wie nicht wen.g r der achwck.gim Chor geschloffen R-aensburger Dom ebenfalls vier solcher Distanzen bis an das Kirchenkreuz hat. Eben sofolgerecht ab« bedingt im Uller Münster der fünfeckige Chorschluß aus dem Zehneck seine funfSchiffe und seine- ^ wecken ie zehn Gewölbfelder, je zehn Fenster und zehn, beziehungsweise zwanzig
Schäfte folam^M-Mchd-r beiden Halbschäfte an den beiden entgegengesetzten Enden, wobei natürlich dieW«b ndlnq der Schäfte nächst dem Thurme durch die neuere Unterstützungsmauer weggedacht werden muß).Eben" h7t auch^ie Münchner Frauenkirche, ihren aus dem Zehneck fünfeckig geschlossenen Chor ungerechnet' Schäfte, und wenn man den Chor Mitrechnet, iM Ganzen fünf mal fünf
Fenst« wchrmd !°r' kus dem Sechs und Zwölf-Eck im Chöre geschlossene, Freiburger Münster drei Schiffemitft sechs Schastaxen-Distanzen, folg« s-chs Gewölbfelder», sechs Unstern und sechs Sch-st°n (wieder d.eHalbschäfte an beiden Endpunkten und die vorgothischen Kreuzarme ungerechnet) enthalt, und sogar, w.e schonS ^«orgehob!« wurde, die Strebepfeiler seines, übrigens achteckigen, Thurmes auf das konsequenteste aus. ' . .7 KN- eonilmirt sind. Der Straßburger Münster hat sieben Schastaxen-Distanzen bis an das
Kirchenkreuz, doch rjt hier reme s z^uf jeden Fall genügen die angeführten Beispiele, um zu
dem Kreuze noch dem vorgo Schastaxen-Distanzen oder der Gewölbfelder durch die Grundzahl
zeiaen. daß die Bestimmung der Anzahl oer ^ ^ ° ^ ^
7 Chorschlusses ein- gan ächte Konstruktion ist. Andere Falle, wo dies nicht zutr.N, mögen dann allerdingsdem im Manuskripte angeführten Umstände zuzuschreiben se.n, da man ,e n-ch d°r Große des Orts mehr oderweniger solcher Schastaxen-Distanzen annahm, als die Chor-Grundzahl eigentlich ed.ngt^ So -.Galten d.e, ausdem Zehneck im Chor geschlossene, Marburger Elisabethk.rch°, oder d.e, aus dem Achteck ,m Chor geschlossene, Fr.ed-beraer Kirche sechs Gewölbfelder, und der aus dem Achteck in, Chor geschlossene Meissener Dom sieben Gewölbfelderbis mm K-rchenkreuze, wiewohl bei letzterem, wenn man bis zu dem, in der Mitte des Kreuzes liegenden, Choran-f-na-rechnet doch auch wieder, der Grundzahl des Chorschlusses entsprechend, acht Gewölbfelder herauskommen.Aur bäusia finden sich fünf Gewölbfelder oder Schastaxen-Distanzen angewendet, auch wenn der Chorschluß nichtSehr Haus gf ^ bei den, aus dem Achteck im Chor geschlossenen, Kirchen zu Grünberg, St. Wendel ,
Kvllbura^Tboll-V^Als Vorbild für letztere Art kann man den Kölner Dom aufstellen, welcher auch, obwohl sieben-dem Zwölfeck geschlossen, fünf solcher Distanzen bis an das Kirchenkreuz enthält, welche indessen mit dennk K^en seines inneren Chorschlusses in Beziehung stehen. Die Art der Gestaltung des Kirchenkreuzes, wo -inf ^ - r>mmen kann sehr verschieden sein. Manchmal ist dasselbe nur angedeutet, und es springen die Kreuz-solchev angen , ^ ^ die äußere Umfassungsmauer vor, so daß die Kreuzarme mehr im Aufriß
m^sMM bwvortreten. Ersteres ist z. B. der Fall bei dem R-gensburger Dom-, letzteres bei der LppenheimerE-tbarinenkirche- bei dieser jedoch nur scheinbar, und eigentlich nur deßhalb, weil die Umfassungsmauern der-i-lüael sich statt'innerhalb, außerhalb ihrer Strebepfeiler befinden. Die Anordnung der Krcuzarnie der Lppen-beimer Kirche ist überhaupt ein- sehr geregelte, indem dieselben zwei regelmäßige Quadrate von der Größe desMittel-Kreuzquadrates bilden. Daß jedoch auch in diesem Punkte sich die Regel des alten Manuskriptes, wienämlich die Borsprünge des Kreuzes so weit Herausliegen sollen, als die Flügel breit sind, auf einen guten Grundstützt beweißt das Hauptwerk des Kölner Domes, bei welchem dieses Verhältniß ganz genau zutrifft. Zm übrigen