200
in den untern Gehäusen sind im Grundrisse (rechtes unteres Eck), wie im Aufrisse, mit dem Buchstaben d,unddie achteckigen Postamente für die acht Figuren in den obern Gehäusen sowohl im Grund- als Aufrisse (rechteSeite) mit dem Buchstaben e bezeichnet. Der mit L markirte Sockel der Fialen der vier untern Gehäuse ist demUmfange des mit d bezeichneten Postaments der Figuren selbst gleich. Obwohl nun die Höhe der Figurenplätzeeine verhältnißmäßige zur Figur selbst sein muß, und die Höhe der letztem aus dem, nach dem Grundrisse möglichen,Raume folgt, (wornach sich die Lage der im Aufriß mit u bezeichneten Kapitällinie und der mit letzterer gleichenLinie der Anfänge der Gehäusgewölbe richten müssen), so ist hier die Höhendistanz d u doch zugleich auch in einerbestimmten, diagonalen Distanz des Grundrisses enthalten, während die Höhendistanz d e (bis zum Anfang derFialenriesen) der untern Breite u d entnommen, mithin einer Seite des Grundrißquadrats, z. B. der Seite p o,gleich ist (was aus Versehen des Lithographen nicht ganz genau zutrifft). Die Höhendistanz der oberen Figuren-gehäuse, oder die Entfernung der mit m n markirten Linie von der mit 1 bezeichneten entspricht der GrundrißdiftanzP x. Die Art und Weise zu finden, auf welche die übrigen Höhenverhältnisse des Aufrisses entwickelt sind, mag, umnicht zu weitläufig zu werden, zur Aufgabe dienen. Ueber die, auf der Aufrißlinie 1 befindlichen, Wimbergen mußich bemerken, daß dieselben die hier gegebene Stellung (nach welcher sie gleich den Figurengehäusen und den oberenFialen über Eck stehen) zwar haben können, daß in diesem Falle jedoch die Ausladung der Figurenpoftamenteim Grundrisse etwas geringer hätte angegeben sein sollen, um nämlich nicht vor der Wimbergenlinie vorzustehen.Indessen wäre die Stellung dieser Wimbergen nach Art des, in Figur 6 gegebenen Grundrisses, wornach siesich wie die unteren Wimbergen von vorn dargestellt hätten, theils deßhalb besser gewesen, um den Figurendurch ihren größeren Vorsprung mehr zum Schutz zu dienen, theils aber auch deßhalb, weil dann mehr Abwechslungin der Uebereckstellung der einzelnen Theile über einander sich ergeben haben würde, wie durch Erklärung des inxv. 6. — Figur 6 des Vorlegeblattes XV gegebenen Strebepfeilers (welcher im Ganzen eben so wie einer der Kreuz-armpfeiler in Figur 5 behandelt ist) sich ergiebt. Auch hier ist der untere Theil des Strebepfeilers unter demGesimse viereckig, und sein höherer Theil über dem Gesimse bildet ein, in das untere Viereck über Eck gestelltes,Viereck, daher sich durch die Wegnahme dieser Ecken die Gelegenheit darbietet, zwei Postamente für Figurenanbringen zu können, welche sowohl im Aufrisse als im Grundrisse (auf der rechten Seite) dargestellt sind.Dagegen macht die linke Seite des Grundrisses anschaulich, wie das zum Behufe des Figurenplatzes weggenommeneDreieck benützt ist, um oberhalb der Figur diese Stelle wieder in das Viereck übergehen zu lassen, indem dieWimbergen hier nicht über Eck, sondern so gestellt sind, daß sie mit dem untern Viereck in gleicher Richtung liegen,wodurch es auch möglich wird, das im Grundriß enthaltene, kleine Gewölbchen in der Wimberge anzubringen,und wodurch zugleich der, über Eck gestellte, Theil der Figurenplätze, so wie die, über ihnen angebrachte Mittelfialeunterbrochen wird. Letztere ist im Grundriß durch das Dreieck ki I als Sockel, und durch das Dreieck K m tr alsLeib angezeigt, und schließt sich an den abgesetzten, obersten Theil des Strebepfeilers an, der wieder die geradeLinie bildet. Auch dieser Construction liegt die Quadratur zu Grunde. Der Grundriß stellt das vordere,abgebrochene Stück des Strebepfeilers dar, und ist als das regelmäßige Quadrat uded formirt. Die (aufder obern Linie befindlichen) Abstände u e und kkdes innern Kernvierecks vom äußern Viereck der Simsaus-ladung, dann die Normirung der Dreiecke k i I und A nr k (bei welchen die Distanzen x A oder x k der Entfernungdes Centrums x von der Linie k i oder 11 gleich ist) sind auf diejenige Art aus der Quadratur conftruirt, welcheschon öfter erklärt wurde. Die Ausladung des achteckigen Figurenpostaments im untern, rechten Ecke ist genaunach der vorerwähnten Abstandslinie u 6 oder d fnormirt. Im untern, linken Ecke ist der Grundriß der hier situirtenFiale angegeben, welche zu den Wimbergen der, über den Figuren angebrachten, Baldachine gehört. Auch über demmittelsten Rundstab, wie über jenem auf der linken Seite, erhebt sich eine solche Fiale, und ist durch die äußeren Vier-ecke der Fialensockel angedeutet. (Dieselbe Gestaltung befindet sich auch auf der rechten Seite, wo sie hier nur deßhalbnicht angegeben wurde, um die Postamentbildung deutlicher geben zu können, die, wie der Aufriß zeigt, gleichfallsauf beiden Seiten angebracht ist.) Die Aufrißdiftanzen des Postaments ku, ue und ed sind alle einander gleich,und entsprechen der Breite oder dem Durchschnitte der (mit Windungen verzierten) Rundstab-Sockel, letztere abereiner Seite des Grundrißvierecks der Fialen-Sockel. Die (aus dem Grundriß aufgetragene) oberste Ausladungs-breite ki der Postamente ist den Grundrißdiftanzen M A oder m k entnommen, und bildet zugleich die Höhen-distanz u e. Die Linie k i normirt aber auch die Endigungslinie der Rundstabs-Sockelgesimfe, deren HöhendistanzXV. ?. nach den Postaments-Höhendiftanzen vom Punkte t'bis zur Linie ki genommen ist. Die — Figur 7 desVorlegeblattes xv stellt die obere Endigung eines Strebepfeilers dar, bei welchem der oberste, über Eck stehendeTheil der, hier ein halbes Viereck bildenden, Vorderseite wieder in das gewöhnliche Viereck des Pfeilerdachs über-geht, welcher Uebergang durch eine kragfteinartige Bildung vermittelt ist. Diese in den Figuren 6 und 7 darge-