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10) über die Verwaltung des Cantonal-Armenfonds;
11) über Einführung von Handels-Patenten;
12) über die Benutzung und Verwaltung des Stiftsgutcs u. s. f.,ferner ein genaues Inventarium über das gcsammte Staatsvermögcn,
und löste sich dann, nachdem sie im Februar 1837 einen umfassenden Bericht über ihre Ge-schäftsthätigkcit erstattet hatte, in welchem die Vorzüge des neuen Finanzwesens: vortheilhaf-terc Benutzung des Staatsvermögens, gleichmäßigere Verthcilung der Lasten, Eröffnung größe-rer Hülfsquelleu, Vereinfachung und Oeffentlichkeit des Staatshaushalts, sehr klar und einleuch-tend auseinandergesetzt sind, auf. Der Große Rath bezeugte der Kommission durch Beschlußvom 29. März 1837 seine Zufriedenheit mit ihren Verrichtungen und den Dank für die gelei-steten Dienste.
Finsternisse, siehe Naturereignisse.
ist die ausgedehnteste Gemeinde des Kantons, denn sie hat mit allen Berghöhen und Einsen-kungcn (Thälern, deren es 3—4 gibt) einen Umfang von 12—13 Stunden. Keine Gemeindehat einen so unwirthbarcn Boden als diese. Er besteht beynahe nur aus rauhen Abhängen, die mitder größten Mühe urbar gemacht und bebaut werden. Viele Leute in unserm Kanton, diekeinen rechten Begriff von Mühseligkeit, größtentheils auch mit Armuth verbunden, haben, sollte manIstehcr senden, um diese kennen zu lernen. Einzig das Hauptthal, wo die Kirche sich befindet,ist seiner Natur nach etwas besser.
Die Gemeinde zählt 119 Weiler und Höfe, wovon ein Theil, wie z. B. Strahlegg, aufbeträchtlichen Höhen, andere dagegen in tiefen Schluchten liegen. Die Bewohner der am ent-ferntesten Weiler, wie z. B. Storchenegg, das hinter dem Hörnst liegt, haben über zwey Stun-den zur Kirche und dazu schlimme Wege; sie müssen im Winter mit der Laterne sich dahin vonHause weg begeben, um zeitig genug anzukommen, und dennoch sind sie im Kirchenbcsuch fleißi-ger, als Manche, die zunächst der Kirche wohnen. Mit großen Beschwerlichkeiten ist es ver-bunden, die Kinder zur Taufe und die Leichen zu ihrer Ruhestätte zu bringen.
Die Gemeinde hat 5 Schulen, nämlich: Boden, Hörnst, Lenzen, Oberhof und Strablegg,einige Orte in der Gegend von Gibschwcil sind der Schule Ried, Gemeinde Wald , zugetheilt. —Die Schulgcmeinde Hörnli hat kein eigenes Schulhaus; beym Entstehen dieser Schule nnI. 1781 wurden aber von den Hausvatern 300 fl. zusammengelegt, von denen der Zins demSchullchrer zufließt, der dafür den Sommer über die Schulstubc zu geben hat. Hier und inStrahlegg kann die Schule wegen Entlegenheit der Wohnungen nur den Sommer über gehaltenwerden. — Im I. 1822 erbaute die Schulgcmeinde Boden ein Schulhaus mit Lehrerwoh-nnng, das zwar 1700 fl. kostete, aber flüchtig und unzweckmäßig gebaut ist, indem die Außen-seiten nur von Strohpflaster (sogenannten Wickelwändcn) verfertigt sind. Ucbcrdem ist dasLehrzimmer zu klein und die Emthcilung der Wohnung unzweckmäßig, somit muß die ganzeBaute als mißrathen betrachtet werden. — Ao. 1824 wurde der Kirchhof auf der Südwest-seite der Kirche um ungefähr 4000 Quadratfuß erweitert und ein Theil der alten Mauer sowiedie neue mit Platten bedeckt, was nebst dem Ankauf dcS Bodens etwa 600 fl. kostete. —