302
Die Schulgemeinde Dachsen kaufte einen ncucrbauten Haustheil, theils für ihre Schule,theils für Gemeindsversammlungen, und richtete solchen mit einem Kostenaufwand von ungefähr2000 fl. ein. — Die Schulgemeinde Flurlingen erbaute im I. 1833 ein Schulhaus mitLehrerwohnung, das circa 2000 fl. kostete, woran der Staat 172>/z fl. beytrug.
Am 19. März 1833 verunglückte ein junger Mann von Dachsen , der in der sogenanntenFischcnzen beym Rheinfall als Zimmermann arbeitete, durch Hcrabrolleu eines unvorsichtigerWeise hin und her gemälzten Steines über den Schloßabhang.
Im I. 1833 verkaufte der Staat die sogenannten 50jährigen Pachtgüter in Laufen um7239 fl.; das Pfrundgut, bestehend aus i/r Juch. Baumgarten, 1 Juch. Reben und 2 Juch.Feld, um 1719 fl. 15 ß.; im I. 1835 den Zehntenkeller zu Dachsen um 2141 fl. 10. ß. —Ao. 1836 schloß der Staat mit der Kirchgemeiude einen Vertrag ab, wonach der letzter» gegenUebernabme des dem Staat zur Untcrbaltung obgelegenen Theils der Kirche eine bedeutendejährliche Holzlieferung an das Schloß Laufen nachgelassen wurde.
Im Hornung 1838 wurde ein Ehepaar in Flurlingen (der Mann war 84, die Frau47 Jahr alt), auf eine schreckliche Weise in ihrem Haus ermordet und Vieles geraubt, ohne daßes bis dahin gelungen ist, den Thäter aufzuspüren.
Das Schulhaus zu Uh wiesen, welches älter ist, wurde im I. 1838 durch Ankauf einesanstoßenden Haustheils für 1075 fl. erweitert und zum Theil mit einem Kostenaufwand von1000 fl. neu eingerichtet. Auf dem untern Boden desselben befinden sich die Lehrer- und eineArmenwohnung, auf dem zweyten Stockwerk Lehrzimmer und Gemcindsstube. Der Staat leistetean die erwähnten Kosten einen Beytrag von 312j/2 fl. Am 4. Christmonat 1838 wurde hier-auf das neue Schulzimmer mit Festlichkeit eingeweiht.
In den Jahren 1838 und 1839 wurde statt der bisherigen durch den Bann der Gemein-den Uhwicsen und Flurlingen nach Schaffhausen führenden Landstraße vom Staat eine neueHauptstraße zum Theil in ganz veränderter Richtung angelegt.
Das Uebrige, siehe Feuersbrünste (1823, 1832 und 1835).
Laupen , siehe Wald und Feuersbrünste (1825).
Leematthof, siehe Cappel.
Leimbach.
Ober- und Unter-Leimbach bilden eine Filiale der Kirche St. Peter in Zürich , deren kirch-liche Verrichtungen, die hauptsächlich in der Katechisation bestehen, von einem Katecheten ver-sehen werden.
Die Gemeinde zählte:
Anno 1666 in 9 Haushaltungen circa . . 50 Seelen.
1789 in 18 „ „ . . 107
1836 . 150 „
Die Capelle steht zu Unter-Lcimbach.
Im I. 1829 wurde vom Staat ein neuer Reitweg von Leimbach bey dem Ries vorbeyüber die Baldern angelegt.