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Ao. 1834 erbaute die Gemeinde ein neues Schulhaus mit Lehrerwohnung, das in derNähe des Hofes Ries steht und ohne Frohndienste 2378 fl. 38 ß. kostete, an welche Summeder Staat einen Beytrag von 375 fl. gab. — In dem bemeldeten Jahre wurde der demSpital gehörende Höcklerhof, der bisher verpachtet war, bestehend aus Wohnhaus, 2 Neben-gebäuden und 76 Juch. Wies-, Acker- und Rebland, Weid und Holz nebst einem Garten undmehreren romantischen Anlagen, für 26,030 fl. an Hrn. M. Meyer, Wirth von Mustang,verkauft.
Leutobel, Fischenthal , siehe Feuersbrünste (1828).
Lierenhof, siehe Cappel.
Limmatthal ( Ersparungs-Cassa).
Diese Anstalt wurde durch den gemeinnützigen Znnftverein Wiedikon im Frühjahr 1834ins Leben gerufen und da man fand, daß der Kreis zu eng sey, so schloß sich dann auch diegemeinnützige Gesellschaft des Limmatthals an den erstern an und diese beyden Ge-sellschaften errichteten nun mit dem 1. Heumonat 1834 die Ersparungs-Cassa, welche sich lautden Statuten über die Zünfte Wiedikon, Birmenstorf , Höngg und Oberstraß nebst der Ge-meinde Fluntern ausdehnt und sich als Hauptzweck vorsetzt, unbedeutend scheinende Ersparnissezu sammeln und zinsbar zu machen. Es werden jederzeit beliebige Einlagen angenommen, jedochkeine unter 20 Rappen. Die Verzinsung des eingelegten Geldes nimmt ihren Anfang, sobalddasselbe 1 Frkn. erreicht hat. Der Zins wird jährlich zu 4 Prozent berechnet, bis das Capitalauf 120 Frkn. angewachsen ist; dann treten 31/2 Prozent ein bis auf die Summe von 320 Frkn.Von dieser ansteigend werden nur 3 Prozent vergütet. Es werden keine Zinse ausbezahlt, son-dern dieselben stets zum Capital geschlagen. Zur Sicherheit für die Einleger wird von 135der wohlhabendsten Bürger des Limmatthals Bürgschaft geleistet. Die Bürgen bilden die Garantie-Gesellschaft, welche die Statuten nach Umständen ändert, dann die Verwaltung wählt rc. 26 Einneh-mer besorgen die Einlagen in den Gemeinden. Die Anstalt hatte mit Abschluß des fünften Rech-nungsjahres, Ende Brachmonat 1839, an 768 Einlagen ein Capital von 24,512 Frkn. 28 Rpn.und einen Reservefond.
Krankenverein vom Limmatthal und Sängerverein vom Limmatthal, sieheGesellschaften und Vereine.
Diese Kirchgemeinde umfaßt die Dörfer Lindau , Eschikon, Grafstall, Kleinikon, Tagel-schwangen und Winterberg .
Im I. 1823 wurde das alte Capellengebäude zu Tagelsch Wangen zu einem Schulhausohne Lehrerwohnung eingerichtet. Die Unkosten beliefen sich auf circa 1000 fl. — Ao. 1830erbaute die Schulgemeinde Lindau ein neues einstöckiges Schulhaus ohne Lehrerwohnung, wel-ches etwa 2500 fl. kostete.
In den Jahren 1831 — 1834 wurde durch den im Bann der Gemeinde Lindau liegendenTheil des Kemptthals in der Gegend von Grafstall vom Staat eine neue Landstraße angelegt.