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9 fl. 8 ß. auf 9 fl. 27 ß. Erst am Nachmittag des 16. regnete und am 17. rieselte es.Die bald darauf folgenden gewitterhaft regnerischen Tage vom 21. bis 27. waren durch einSchlossengewitter am 23. beschwert, welches über Dättlikon, Neftenbach , Seuzach und Dyn-hard hinzog. Im Brachmonat waren vom 3. bis zum 27. neunzehn Tage, an denen meistenswiederholte Regen fielen und die Luft so erkälteten, daß am 13. das Thermometer 41 / 2 , am16. nur 3>/2, am 25. 31/4 Grad zeigte, während es gleichwohl am 9., 13., 16. und 17.unter dem Regen donnerte und am 8. und 16. Schloffen sich darunter mengten, am 14.ein Jüngling bey Seebach durch den Blitz erschlagen wurde. Ein Sturm am 4., wodurchbey Uetikon ein Schiff umgedrückt wurde und ein Theil der Waaren zu Grund ging, eröffnetediese beängstigende Zeit. Die Aussicht auf die kommende Ernte wurde von derselben so allge-mein verdunkelt, daß die mittleren Kornpreise vom Isten auf den 8tcn von 9 fl. 29 ß. auf
10 fl. 22 ß., in der folgenden kaltnässesten Woche vollends auf 12 fl. 17 ß. stiegen und sichbey der auch unter Mitwirken der Staatsverwaltung vermehrten Zufuhr nur ganz allmäligauf 11 fl. 26 ß. und dann unter 10>/z fl. stellten. — Weit über fast aller Leute Hoffenund Erwarten kam nun ein der Traubenblüthe und der Ernte höchst günstiger Heumonat undZugabe desselben bis späthin. Vom 28. dess. M. bis zum 21. August waren nur (nach denkalten Morgen am 19., 20. und 21. Heumonat, an deren letztem das Thermometer in Zürich auf 4 Grade fiel) die Tage vom 22. bis 25. Hcumonat, 3. und 4. August zusammenhängendeRegentage, und außerdem fiel an sieben einzelnen mit oder ohne Donner einiger Regen. DieHitze stieg am Ende der zweyten Woche Heumonat, den 14., in Zürich auf 28 Grade, mithinauf eine Höhe, welche die in den Heumonaten 1807 und 1819 beobachtete noch um 1/2 Gradüberstieg. Die Kornpreise, die im Anfang des Heumonat wieder auf 10 fl. 27 und 22 ß. sichgeboben hatten, ermäßigten sich nach der Ernte, die ungemein reich in Zahl der Körner undSchwere der Frucht ausfiel, auf 9 fl. 25 ß. (20. Heumonat), und — nachdem es wieder inFolge der Fröste in Schwaben ein wenig aufgeschlagen hatte — auf 9 fl. 5 ß. (10. August),und vollends auf 7 fl. 16 ß. im Anfang Herbstmonats. Die Gewitter am 5., (7.) 11. Heu-monat und 3., 9., 14. und 17. August gingen für unsern Eanton unsä'ädlich vorüber, wiewohlam 3. August ein Sturm auch Schlossen hie und da unter den Gewitterregen hineindrängteund am 17. August der Blitz in eine mit Heu angefüllte Scheune zu Oetweil entzündend ein-schlug. Die kurze, Vieles nach der Trockne erquickende Regenzeit vom 22. bis 29. August be-gann mit einem heftigen Gewitter und Sturm und endete mit trockenem Sturmwind. Es folgtedarauf ein Herbstmonat, der sich in schönen Tagen gewissermaßen erschöpfte. Vom 30. Augustbis zum 5. Wcinmonat regnete es nur an sechs Tagen; es waren aber darunter der 7. Herbst-monat, an dem über Unterstraß, Zürich , Greifcnscc u. s. w. ein Gewitter zog, das unter vie-lem Regen Schlossen in der Größe von kleinen Nüssen herabwehete und nach den regnerischenTagen des 11. und 15. der Reifmorgen des 17. Herbstmonats, der zum Glücke bereits lind-gewordene Traubenbecren antraf und daher mehr nützte, als Nachtheil brachte. Die zum Theilwindigen Regentage am 6., 8., 9., 11., 13. Weinmonat und die Reifmorgcn am 16., 18. und20. gaben das Zeichen zur Weinlese. Der Wein ersetzte an Güte und Preisen, was er anMenge nicht ertrug; doch war in den Seegegenden, die der Nebel an den gefährlichern Reif-morgen bedeckt hatte, auch in Quantität der Ertrag gar reich. Die Oelsaat war zum Erstau-