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1834 war ein nicht sowohl durch Erscheinungen am Himmel, als durch desto schönereauf der mitteleuropäischen Erde ausgezeichnetes Jahr, in welchem jede Jahreszeit sich inmöglichst milder Gestalt, ohne merkliche Störung, darstellte und in allmaligcr Entwickelungbis zur nächsthöchsten Stufe das Bild wärmerer Himmelsstriche vor die erfreuten Augen brachte.Auf diesen Jahrgang gestutzt, ließen Viele auch in den folgenden zwey Jahren sich's kaum aus-reden, daß mit unserm Klima eine Veränderung zu seinem Vortheil vorgegangen sey. DerJenner war so milde, wie seit mehr als hundert Jahren kein anderer sich erzeigt hatte. Nuran vier Tagen im Anfang und am Ende des Monats und in der Nacht des 11. fiel Schnee,nur an 5 Morgen war die Erde gefroren (den 6. bis 8., 14. 31.); dagegen regnete es an11 Tagen und mehr oder minder heftiger Wind ging eben so oft vor- oder nachher, — amstärksten den 1., 13., 22. bis 24. Am 8. Abends verspürte man in Eglisau einen schwachenErdstoß. Doch an diesem wie an gar viel andern Tagen schien die Sonne und zwar mit einererwärmenden Kraft, wie man's sonst gegen Ende März — und nicht ganz selten vergebens —erwartet. Am 10. schon verkündete ein Regenbogen die Nähe des Frühlings; seit dem 6. blü-hcten Zeiland und Schlüssclblümchen, seit dem 14. Veilchen; am 12. ließen sich Störche beyWangen sehen und die milden bis 14 Grad Wärme erreichenden Nachmittage vom 24. bis 28.brachten vollends an den Weiden, an Geißblatt und Hollnnder Blüthen, auf den Wiesen Roß-hub, Kukuksblumen und Kettenblumen zum Vorschein, ja manches Nögelein hatte bereits Eyer-chen im neubereiteten Bettlein. Der Hornung hielt aber wohlthätig die Entwickelung der bedeut-samern Knospen zurück; an 16 Morgen kam das Tbermometer auf oder unter 0, jedoch nichttiefer als vier Grade den 2ten und 5 Grade am 12ten. Es schncyete und regnete nicht mehrals zwey Male, jenes am 6. auf den 7. und am 13., dieß am 6. und 21. An fast allen übrigenTagen schien nach dem Morgen-Nebel und vom 14. bis 16. und 22. bis 27. auch von frühean eine frische, Nachmittags milde Sonne, so daß sich am 26. einige Aprilblümchen an dieobgenannten blühend anschlössen. Die Nacht des 19. wurde durch einen weißen, doch fein-regen-bogenfarbigen und völlig gleichbreit in einer Distanz von 23>/z Graden den Mond umkreisendenRing — wie selten — verschönt. Er war von halb acht bis nach 10 Uhr vollständig. ImMärz brachten die ersten sieben Tage nach Morgenncbel einen warmen, sonnigen Vor- und Nach-mittag zuwege; vom 8. bis 22. wehten bey beständigem — nur den 17. mit Schnee unter-brochenem — Sonnenschein scharfe, öfters sturmartige Bisewinde, durch die am 14., 15-, 18.bis 22. das Thermometer Morgens auf 0 bis ls /2 Grade unter 0 zu stehen kam (in Zürich am19. 3 bis 4 Grade unter 0). Die Tage vom 23. März bis 2. April, die durch einen heftigenSüdwestwind anfingen, schütteten am 23. bis 27. und am 1. und 2. Schnee, am 29. bis 31.Regen herab, am letztern Tag mit einem Sturm begleitet, in welchem zwischen Horgen undMeilen ein Schifflein unterging und die drey darin sich Befindenden sammt dem Schiffmann .ertrinken mußten. Vom 5. bis 9. und dann wieder vom 17. bis Morgens am 30. April warherrliche Frühlingswitterung, nur durch die Schneetage 10., 12., 13., 14. unterbrochenund durch das Gewitter am 20., in Folge dessen die Sihl hoch anschwoll. Am 18. Morgensum halb 3 Uhr sah der Mond ganz blntroth aus und auf seinem obern Horn stand eine Feuer-säule von ungefähr 2 Grad (d. i. 4 Mondsdurchmcsser) Höhe und prächtig lebhaften Farben.Der May war vom 1. bis 25. so schön und sommerlichwarm, als man ihn nur wünschen